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Zuhause in Mittelerde ist (zu) viel los

Kaisersaschern ab dem 25. August 2026, DG

Geröll-Kleber

Die Schuldvorwürfe sind groß, noch größer ist der Wille der Mehrheit, dicht zu machen, sich zu schützen und vor allem, die Verhältnisse sollen sich grundlegend ändern soll sich dieser Klüngel da oben an der Spitze der Gesellschaft stehen die Politiker im herrlichen Sonnenschein genießen sie die Früchte der Arbeit anderer, sagen die Neider haben nichts, außer ein loses Mundwerk, das lästernd schimpft er mit ihm wegen ihr ist es so schlimm war es noch nie, sagt sie wird immer älter, Falten im Gesicht verraten die Jahre vergingen im Flug schwebte die Möwe kreist über den Wellen Gischt in weißen Flocken weht der Wind zum Strand schwammen 80.000 junge Männer überschwemmten als Sturmflut urplötzlich den Gartenzaun, weil der Meeresspiegel stieg höher und höher wuchsen die Schuldenberge in den Himmel schoss die Rakete, eine Rauchfahne hinter sich lassend, dann, in einer Höhe von 70km, trennten sich die Feststoffbooster kamen in einer voraus berechneten Fallzone Zuhause an und für sich ließ sich eine Rakete von einem Airbus in die Höhe tragen wir Verantwortung für das Ökodesaster, dann sind wir auch an der Überbevölkerung Schuld haben immer die anderen schauen weg, aber er ist mutig sah er zu, wie sich der Untergang gestaltete sich planmäßig vernünftig stürzte das Kartenhaus in sich zusammen sind wir stärker als alleine ist jeder am Ende mit sich.

Das Haus ist zu, geschlossene Gesellschaft darin geladene Gäste, namentlich bekannte Sicherheits-Prozeduren erbringen keine Resultate bezüglich der geistigen Zerstörungskraft der bestehenden Ordnung zeigt sich, dass die verheerenden Folgen der Waldbrände moralischer Art waren die Hitzerekorde würden die Grenzwerte verschieben wir sie doch von 2 Grad plus auf 3 Grad plus bedeuteten einen Meeresspiegel-Anstieg von …. fragt AIhhh schreit der Esel scheißt goldene Dukaten sind sicherer als Bundesschatzbriefe, meinte Erna will das so ist es auch mit den Zugewanderten aus Ost und West kamen die Südländer zu den Biodeutschen in ihr neues Zuhause war sehr anders als das Alte verdürrte, sagte Dörte, in einem Überschwemmungsgebiet von Bremen lag 2 Meter unter dem Meeresspiegel als die 3 Grad erreicht wurden, schlug mit voraus eilendem Gehorsam ein Blitz im Nachbarhaus von Madame la Chose ein, weil die momentane Überspannung verteilte sich über den Blitz-ab-Leiter gleichmäßig, aber Blitz schnell suchte sie sich ihren Weg hinaus fand sie über das Solarkraftwerk im Garten blühten die Lilien dufteten intensiv um die Wette mit Kaffee zum Pflaumenstreuselblechkuchen mit Sahne, die glückliche Kühe mit riesigen Eutern und Bimmel-Bammel Glocken Läuten produzieren Elektrozäune nachhaltig betrieben mit Solarstrom an der Weidezaungrenze zu Mexiko ähneln sie denen an der polnischen Ostgrenze hört das Schengen-Abkommen der Europäischen Union auf und zu ging ihr akademischer Mund wußte Zungenbewegungen von denen er träumte, dass sie Zeit für ihn habe, weil er mit ihr wollte er spielen: Federball, Karten, Memory, Verstecken, Kissenschlacht, Puppentheater mit Kasperle sprach zum Mohren, der König ist … umgezogen stand er in seinem Atelier hingen Bilder an der Wand Blutflecken, rot, davor ein Körper, schwarz, die Sonne schien gelb vom blauen Himmel kam die Einsicht: Das Boot ist zu voll ist das Zuhause platzt aus allen Nähten quillt der Wille zu überleben die Menschen den kommenden Börsencrash, dann werden sie auch die Heißzeit überstehen Dank unserer Technik kommt die nächste Krise gleicht einem Tsunami mit einer Flutwelle, so hoch wie die Schuldenberge waren die Erwartungen, Lösungen zu finden mittels der auf Pump gekauften Lösungen lösten sich alle Probleme in Luft auf den Windmühlenflügeln auf See ist langsamer als die Luft unter den Flügeln der Engel Chor sang Französisch sprachen weniger als Englisch war die Weltsprache konnten alle Vegetarier vereinigt euch gehört die Zukunft verschluckt den Rest gibt euch der Krieg vor der Tür macht Halt vor der Liebe Zuhaus´.

Welten war ja nicht nur zu spät zum Zug gekommen. Als er den Preis für den Schnellzug sah mit dem er es noch pünktlich, ja, vor der verpassten Regionalzug Verbindung in die Hauptstadt zur Veranstaltung schaffen würde, schluckte er und zögerte. Wollte er wirklich so viel Geld für etwas ausgeben, dass ihm offensichtlich niemand lohnte?
Er durfte zwar zu dieser Veranstaltung kommen, aber eigentlich war er gänzlich außen vor, ein Zaungast, ein Nobody ohne jede Verbindung. Er erinnerte sich ganz anderer Gefühle von Verbundenheit und Zugehörigkeit, insbesondere was von und zu Hodenheim anging, aber seit Welten sich mittels seiner LSD und Haschisch Therapie radikal von dem gut bürgerlichen Klüngel der kaiserlichen Palast-Etikette abgewandt hatte, war er auch tatsächlich entlassen und raus. Niemand wollte mehr etwas von ihm und für niemanden war er noch von Bedeutung. Zwar durfte er dabei sein und zwar Status gemäß wie angemeldet als Hofschranze, aber von der feinen Gesellschaft der geladenen Gäste war er als Gesellschafter mit langen Ohren, der er auf Pirsch und Jagd nach Neuigkeiten so manche Intrige und Seilschaft gesponnen hatte, raus aus dem Geschäft. Einmal mehr wurde ihm die Sinnlosigkeit seines Tuns bewusst. Da er nichts anderes, nichts neues hatte, wußte er nicht mit sich weiter wußte Harry reiste aus nach Paris im Frühling wehte der Duft von Lilien.

Wenn dies die Perspektive seiner Wahrnehmungen vom Rande des Geschehens her waren, dann fiel ihm zu aller erst auf, dass die großen Medien den obersten Dienstherren aller der staatlichen Institutionen, den Kaiser von Mittelerde, kaltgestellt hatten. Er konnte reden und machen und das so gut wie immer, wenn nicht noch besser und trotzdem würde er nicht mehr wahrgenommen werden. Ein Gefangener im eigenen Zuhause, eingesperrt in die Verpflichtungen seines Amtes, ohne eigentliche Wirkkraft entfalten zu können. Er war lahmgelegt, ins Abseits geschoben und vor allem seine demokratische Zivilgarde, die Sozialdemokratische Fronde, verlor stetig und immer mehr an Boden, an Bedeutung, an Rückhalt. Von und zu Hodenheim bekam das trotz voranschreitender Verkalkung mit wie ein Schwergewichtsboxer kassierte er Tiefschläge und Kopftreffer nach einander, ohne sich eigentlich noch richtig wehren zu können. Nicht dass er taumelte, aber ob er sich noch über die Zeit ins verdiente Aus seines avisierten Ruhestandes würde retten können, war fraglich. Aber woran machte Michael Welten diese Einschätzungen fest? In der ersten Reihe saß Hilke, seine Lebenspartnerin, so schön wie immer adrett und frech, quirlend vor Lebensfreude, versuchte sie ihm nicht nur eine Augenweide der Lebenslust und Freude zu sein, sondern und vor allem ihm durch ihre Aufmerksamkeit, ihr Lauschen voller Hingabe, beizustehen. Von und zu stand vorne vor dem Rednerpult mit dem goldenen Adler und hielt ablesend seine wohl formulierte und von hochdekorierten Hochbeamten genehmigte Rede. Gewiss, man arbeitete ihm noch zu, aber seine Intentionen, sein demokratischer Liga-Geist von einst, war zernagt und zerfressen und darum verwässert von Mitarbeitern, mit denen ihn das Hochamt der Madame la Chose, das wiederum der Exekutive seines ursprünglich von alters her oppositionellen nun aber koalierten Kanzlers unterstand, überschwemmt hatte. Welten erinnerte sich an eine dieser hoch-hoch mit Schmuck dekorierten Damen, wie sie im Innenhof in einem dicken Ih-BMW, dem neuesten Model aus München, an ihm vorbei hinaus in die City fuhr. Ihr Lächeln als sie ihn sah, war herablassend schäbig und zwar nicht nur, weil sie es geschafft hatte, sich den Dienstwagen anzueignen, sondern weil Harry als Öko-Fuzzi abgeschlagen mit seiner Aktentasche zu Fuß durchs Tor hinaus ging, während sie als Repräsentantin der Münchner Separatspartei ihre Stellung durch Frankys Unterschrift bestätigt bekommen hatte. Für Harry war nun Welten stand fest, dass Franky von und zu Hodenheim als Galilei zwar ein feines Leben mit Gänseleberpastete hatte, aber ohnmächtig wie Napoleon auf Elba konnte er fetter und fetter werdend nur zuschauen, was vor sich ging und das war sowohl für ihn und sein Gemüt als auch für das, wofür er sich zeitlebens eingesetzt und gekämpft hatte, desaströs: Die Falangisten der faschistischen Restauration des eurozentristischen Globaltraditionalismus schickten sich an, die Mehrheit bei den Wahlen, wenn nicht in diesem Herbst, so doch spätestens bei der Wahl seiner Nachfolge im Post-Weihnachtstrubel des neuen Jahres zu übernehmen und zwar weil die demokratische Volks-Liga als einer Allianz aus einander bekämpfenden Fraktionen den gesellschaftlichen Führungsanspruch mehr und mehr verlor. Fortschritt und positive Veränderung glaubten die Mitbürger und die jungen Leute, die von den jungen Medien gesagt bekamen, was sie glauben sollten, ginge von den Neo-Braunbären aus. Woher kam eine solche Denke? Sie auf den Algorithmus der rhythmisch getakteten Digitalpräsenz zurückzuführen, unterschlug das universelle Bedrohungsgefühl einer Risiko-Gesellschaft, die in den Corona-Jahren das erste mal den Vorgeschmack der Vollendung eines Zeitalters kostete. Das Bewusstsein, auf dem Gipfel der höchsten Spitze einer Entwicklung zu sein, beinhaltete den Schwindel erregenden Abgrund einer entropischen Dunkelheit, um nicht zu sagen Schwärze, vor der nicht nur jedes Pferd scheute und reiß aus nahm, sondern vor allem die fraktionierte Mehrheit der Wahlbürger, die nichts anderes wollte als Sicherheit und Grillwürstchen mit Freunden im Garten.
 

Die Mega-Party mit Ball-Charakter im neuen Zuhause

Die Berliner Riesen-WG, in der Harry Welten vor ein paar Jahren zur Wahlparty mit seiner neuen Flamme vom Deutschlandfunk aufschlug, war umgezogen in die Villa Borstenstein am Nordufer des Tiegelsees. Eingeweihte wissen jetzt damit etwas anzufangen, andere nicht. Wieder gab es eine rauschende Party nur: noch größer, nicht nur weil die mondänen Räumlichkeiten der Villa Borstenstein mit ihren weitläufigen Sälen in Parterre Generationen übergreifend sowohl Platz boten für das langhaarige, Marihuana rauchende Jung-Volk als auch für die gediegenen Herrschaften, die ansonsten nur Orgelmusik in weithin hallenden Hallen hörten, um dann beim jährlichen  Maskenball ihr Tanzbein zu schwingen. Mithin, es handelte sich um eine Mega-WG-Party mit Ball-Charakter, die für sich genommen ein Novum darstellte, weil sie in der Lage war, die bis an hin verfeindeten Gesellschaftskräfte der Hauptstadt von Mittelerde unter einem Dach zu vereinen. Die Leute waren ja nicht nur altersmäßig weit, weit auseinander, sondern hatten auch ansonsten in ihrem Lebensalltag rein gar nichts miteinander zu tun. Na ja gut, gelegentlich vielleicht arbeitsmäßig. Dass diese Mega-Party überhaupt stattfinden konnte, lag vor allem an Franky Struensee alias von und zu, dem Gastgeber Hodenheim. Schon in den Anfängen seiner Karriere in einem Jugendclub und später dann als Leibarzt  seines Lehrmeisters Professor Doktor Gerd Schrottkorn, hatte er es vermocht, die unterschiedlichsten Leute zusammen zu bringen, Klassen übergreifend, so dass sich sowohl wunderbare Erinnerungen an nachhaltig vielversprechende Bekanntschaften einstellten, als auch und vor allem der Austausch von Infos möglich wurde. Der Wiener Kongress mit seinen rauschenden Bällen war dagegen zwar gar nichts, schließlich hatten sich seitdem die patriarchalen Grenzen der Geschlechtertrennung grundlegend verschoben, aber die unüberwindliche Fraktionierung in einzelne Grüppchen, wie sie Angelina von Osten zu Zeiten von Chriselstein-Wolf revitalisieren konnte, wurde Franky aufgehoben wurde noch anderes kam vorher mit einem Glück Auf! ans Licht der Welt brachte Friede ihren Sohn liebte sie über alle Maßen hatte noch mehr Recht und Gesetz würden endlich rückwirkend die Verhältnisse von 1984 restituieren, meinte Günter rollte auf dem Surfbrett durch die Treuhand.

Allerdings gab es durchaus externe Randbedingungen, um nicht zu sagen andere Umstände mit Frühwehen, die maßgeblich dazu beitrugen, dass zum Beispiel auch solche Typen wie Heiko mit seinem Saab vorfahren konnte, während andere mit ihrem eBike oder gar zu zweit in ihrem eLastenrad eintrudelten. Wieder andere kamen per Autostopp, weil die BVG, die sich mit dem Zupersonal der Eisenbahn solidarisierte, eine solche Siegesfeier von Cem Griefhahn, Jürgen Kumbunt und Frederic dem Kleinen, boykottieren wollte und in den wilden Streik eintrat. Es waren mehr als heiße Zeiten, denn die Penisten um Maria hatten zwei Fünftel von Mittelerde unter ihre Herrschaft gebracht, wohin gegen die Liga der gottesfürchtigen Anti-Christen im Verbund mit den Atheisten und Tantristen des Shiva-Kultes gerade einmal knapp, wenn nicht noch weniger Überhang-Mandate als Schlagsahne zum Schokoeis serviert bekamen. Das bildete den zwingenden Grund der spirituellen Materialisten der Vernunft Folge zu leisten und gemeinsam, wenn nicht zusammen mit den bis dahin aufs ärgste bekämpften neuen Freunden zu lachen, zu tanzen, zu trinken, zu flirten und sich bei einem Gläschen Sekt für die einen und einem Tässchen Kräutertee mit ihr wisst schon angeregt über die nächsten möglichen Schritte zu verständigen hatten sie sich vor allem dahin gehend als dass sie die eidgenössische Geschäftsordnung des Conseil d´Etat der Minister aus allen teilnehmenden Fussball-Clubs einstimmig ohne Enthaltung und Aber beschlossen wurde, was notwendig war es, dass sie die parlamentarische Zwiespältigkeit durch Inklusion der Opposition einvernehmlich liquidierten sie die Blonde aus Neuenburg wurde ausschlossen und wie Jeanne d´Arc wegen Ketzerei in den Himmel gelobt, weil dann Rosa aus ihrem Landwehr-Kanalgrab auferstehen würde, denn nur dann kippte das bestehende System um diese Ecke kam genau der orgiastische Kipp-Punkt, der eine Erneuerung notwendig machte, die sich anpasste an die umkippenden finanz-ökologisch abschmelzenden Gletscher der Schuldenberge deren Geröllmassen mit Sturzfluten bis Bremen nur durch massiven Einsatz von Öko-Binder verfestigten Maya´s Dauerwellen-Locken machten es noch günstiger, so das der Aktien-Kurs der angeschlossenen Chemie-Werte stieg und noch höher stiege, meinte Welten zu Carolin fand ihn einfach super, weil er, ihr wisst schon, einfach umwerfend sah er auch aus und tanzen konnte er, ohne ihr auf die Füße getreten zu haben, dann ging er zu Alex Putout stand dort im angeregten Plausch, ein Gläschen Metternich sprudelte in seinem Kristallglas glitzerte der Kronleuchter spendete eine Million, meinte Gerald fuhr Ford von hier flüchtete er sich ins Hinterzimmer kam ihm Carolin nach, denn sie verfolgte seinen Gang kannte sie von Hawaii am Strand gab es auch Bier und Spiele zur Musik wippte sie rhythmisch ihre zwei Milchberge, die ihr Dekolleté in ein grünes, von einem im Sommersonnenlicht glitzernden Bergbach durchflossenes Tal verwandelten, als ihn urplötzlich der Zauber in ihren Augen um flirrte sah er die Freude an ihm sollte es nicht liegen sie schon im Sofa gab es keinen Platz mehr und näher rückte er an sie heran als ihm seine Freundin Paula einfiel, stand sie in der Tür sah sie die beiden tanzten aneinander geschmiegt während die andere, die auf Welten auch so scharf wie ein Messer war, ihr ins Ohr flüsterte: Komm, tanz mit mir ist es auch schön, als Carolin, mit der er tanzte, ihn immer mehr aufreizte, so dass er alles vergaß, was es wegen Paula zu bedenken gab es nichts, weil Maya gefiel ihm auch sehr gerne flüsterte sie in sein Ohr hatte ein Ohrläppchen wie ihres war bestimmt sanfter, aber er wollte sie jetzt hörte sie darum den rituellen Stoßklang aus Wild Eyes Shut den sie verabscheute, weil sie ohnmächtig einfach nur da lag und sich nicht wehren konnte als er aufstand rülpste sie ihren Schluckauf mit folgendem Witz in die Frauenrunde:

Der Witz

In einer Urlaubergruppe streitet sich eine Schweizerin mit einem Deutschen und fragt: Warum habt ihr denn so viel Chaos bei der Bahn und kommt immer zu spät? Geht der Österreicher spitz dazwischen: Na ja, weil die Deutschen soviel Auto-Industrie haben. Darauf meint der Deutsche: Was ist das denn für eine Logik? Das ist ja als wenn ich frage: Wieso kommt bei euch so viel Geröll die Berge runter? Und antworte: Weil so viele Wiener nach Mallorca in den Urlaub fliegen. - Darauf meint die Holländerin: Ich verstehe euch nicht – wieso nehmt ihr denn dann kein Uhu für das Geröll?, worauf die Schweizerin antwortet: Na, weil die Uhu´s in der Nacht rum fliegen und Mäuse fangen, woraufhin die Spanieren sagt: In Ceuta nehmen wir deshalb Öko-Haarfestiger von Endlos-Welle, um die marokkanischen Männermassen vom Strand zu spülen.

Im Gruppenraum

Schließlich landete Michel Welten mit der Freundin seiner Freundin auf der Matratze im großen Gruppenraum, wo sie vor dem als Tantra-Altar geschmückten Tischchen kniete und ein kleines, gerahmtes Shakti Bild anschaute. Das Bild selbst war hinter einer Glasscheibe und darin bewegten sich Gestalten in wehenden Gewändern. Doch daran war Welten weniger interessiert. Was seine Aufmerksamkeit voll und ganz in Anspruch nahm war, wie sich ihr und sein Bein berührten, also wie sie ganz zufällig in Kontakt waren, was ihm die Gewissheit gab, es könnte etwas mit Helga laufen. Genau in diesem Moment kam seine Sekretärin Silke rein. Uh-Hu! Was geht jetzt ab?, fragte sich Welten spürte den Schrecken in seiner Magengrube wie einen Schlag, aber Silke setzte sich einfach, als wäre rein gar nichts los, zu ihnen und tat so, als würde sie nicht interessieren, was zwischen Michel und Helga ablief. Vielmehr schaute sie mit Helga in den kleinen Bilderrahmen mit dem bewegten Bild, wobei sie irgendwann ihren Arm um Helga legte, so dass sie schließlich eng umschlungen beieinander lagen und miteinander kuschelten. Es waren noch andere im Raum. Als Michel merkte, dass die beiden Frauen genug aneinander hatten, legte er sich zu Maurice und Silvia, die mit Jacqui und Hellen bei Peter lagen, der erzählte, dass die Erhöhung der Deiche aus der Erhöhung der Kerosin-Steuer bezahlt werden müsse, weil die Erhöhung des Stimmenanteils bei den Wahlen im Verhältnis zur Erhöhung der Abgeordneten Gehälter stünde, wenn die eidgenössischen Nazis im Münchner Parlament die stärkste Partei geworden sind.

Straßenbahn-Fahrer

Am folgenden Tag kam Maurice von der Freundin seiner Freundin als ihn Jeanette anrief, wußte er, was zu tun war, nämlich sofort zu ihr, weil sie wollte ihn jetzt und gleich machte er sich auf den Weg. Am schnellsten ging es mit der Straßenbahn, schon kam sie um die Ecke gebogen, er sprang auf und sah neben dem Kondukteur noch Platz auf der Bank neben diesem fetten, alten Herren, der das Gefährt steuerte als wäre es ein Lastenrad in dem vor ihm Sitzbänke und noch weiter vorne ein durch eine Glastüre abgetrenntes Zugabteil mit weiteren Sitzbänken, die mäßig besetzt waren, war das wirklich eine Straßenbahn, die schob anstatt zu ziehen Sie ab, meinte der Kutscher mochte es nicht leiden, dass sich da so ein junger Schnösel zu ihm auf seinen Kutschbock in der Straßenbahn setzte sie sich auf einen freien Platz, dann könnte sie in Ruhe die Fahrt zum Prater genießen.

Erstaunlicher Weise erklärte ihm Sigi später, dass kleine Kinder ihre helle Freude am Rütteln und Schütteln während der Fahrt hätten und gerne auf dem Kutschbock säßen, so dass sie eine Ahnung bekämen, was es hieße einen Wagen zu fahren, wie der Vater es tat. Carl Gustav meinte daraufhin, das sei ein synchrones Ereignis, dass Sigi ihm seinen Traum erklärte, ohne dass er ihm von diesem Traum erzählt habe, woraufhin Sigi einwandte, das sei eben die Allverbundenheit der Lebenskräfte, die in der orgiastischen Erfüllung der Sexualität sowohl ihren Gipfelpunkt als auch ihr langsam ausklingendes Ende finden.

Gewissensnot

Es geht nicht so weiter, Sigi, du bringst mich in Gewissensnot, stöhnte Welten lag auf der Wiener Couch und behauptete, dass alles von unterdrückter Sexualität durchwoben sei, das ist eine Suggestion, eine hypnotisch umgesetzte Annahme, die sich nun fortwährend in jedem meiner Träume widerspiegelt und dir, Sigi, zeigt, in was für Situationen ich damit komme, die du selber gerne erleben würdest, aber nicht kannst, weil du Geld damit verdienen mußt, uns zu zu hören. Zum Beispiel heute, kurz vor dem Aufwachen, wobei der Wecker klingelte, den ich nicht gestellt hatte, jedenfalls nicht, dass ich wüßte, da war mein Ich schon wach und träumte weiter bis zu dem Punkt, ihr zu sagen, dass es mich mit ihr an einen gewissen Punkt bringt … Ja, sagte sie da … an dem Punkt sind wir jetzt … Wir standen in ihrem Büro oder das, was ein solches sein sollte, denn es war nichts anderes als eine von ihrer Familie voll belegte Ferienwohnung in das mein Ich ein Paket zu tragen hatte mit einem Drucker darin. Es ging durch den Flur dieses modernen Apartments, von dort durch die Stube in der ihre Bekannten, ihre Kinder waren da packten sie ihre Sachen aus. Sie war mit ihnen und der Zofe für den Maskenball in der Villa Borstenstein gerade angekommen und da ich wie immer pünktlich war, half ich ihr, den Computer im Büro einzurichten. Auf dem Weg dahin durchquerten wir ein Schlafzimmer in dem ihre Tante in einem angenehm farbenfrohen, frisch bezogenen Bett, wenn nicht sogar noch mit jemandem zusammen schlief. Es war mir unangenehm, sie bzw. die beiden zu stören, zu wecken, aber nicht nur deswegen, sondern weil sie mich mit Louise im Büro nebenan sprechen hören würden. Wahrscheinlich sprach ich dann auch mit Louise in eher gedämpfter Stimme. Ich stellte das Paket auf dem einfachen IKEA Schreibtisch, eigentlich ein Schreibtisch für Schulkinder, ab und zu wollte ich Louisa endlich in den Arm nehmen, denn deshalb war ich ja gekommen. Sie war eine hübsche, zarte Frau, die durchaus einige Ähnlichkeit hatte mit der von und zu Hodenheim, nur dass sie Lockenwickler blond war und viel kecker und von einer körperlichen Statur, die mehr als zart zu nennen war, also ein starkes Wesen in einem schwachen Körper. Ihre roten Lippen vor den meinen stand sie vor mir ihre erwartungsvollen Augen blitzten mich voller Vorfreude nicht nur über das, was nun kommen würde, sondern vor allem was auf der Mega-WG Party anstand an und für sich hätte ich es doch wissen müssen, dass das alles nicht geht, flüsterte ich in ihr Dauerwellen Haar verdecktes Öhrchen, während sie zu mir aufschaute, drängte sie sich an mich heran und meine Lust, sie zu nehmen, zügelte ich dachte nur daran, wie ich mit meinen Händen ihre Schenkel hinauf fahren würde, dabei ihren Rock hoch streifend, um sie dann vor mich auf den Schreibtisch zu setzen, aber dazu kam es gar nicht, denn schon war sie am Auspacken des Monitors als sie mit heller Stimme die Möglichkeit der 14b Abschreibung für das Appartement in Davos erwähnte, gab ich zu, dass ich von solchen Sachen nicht die geringste Ahnung hätte. Wir schreiben die Forderung ab, sagte Louisa trocken, was ich nicht verstand, weil ihr Wir meinte offensichtlich noch andere, die ich nicht kannte und zu denen ich bisher nicht gehörte, zudem: Was für eine Forderung? - Na, wir haben uns das Appartement verkauft, meinte sie, und da wir, also einer von uns, es nicht bezahlen kann, schreiben wir einen großen, wenn nicht noch größeren Teil der Forderung ab. - Aber das ist doch ein Verlust. - Ja, eben, ein steuerlich absetzbarer, der den Verkaufserlös erhöht, mein Lieber, schnurrte sie sanft, so dass sie mit diesem Wir auch Leute meinte, die sie gar nicht kannte, sondern solche, die einfach nur wie jedes Jahr zum World Economic Forum kamen und deshalb dazu gehörten, wurde mir erst jetzt klar, machen wir das so würde ich mit dabei sein, nur, Louisa, sorry, ich bin so kleinbürgerlich, so bieder, so … wie soll ich sagen, ich bin verheiratet, sie wartet jetzt auf mich, sie möchte mit mir zu Abend essen und zwar das, was ich hätte kochen sollen, was ich nicht tat, weil ich dich treffen wollte … ich kann heute Abend unmöglich mit zum Maskenball zum Borstenstein, verzeih, ich würde ja gerne. Louisa schaute in die sanften, unergründlich tiefen Augen von Maurice und sah sein Leiden zog sie an wie eine Katze der Duft des Mäuseblutes in der Nase schlug ihre Tatze die Krallen in seine Rückenmuskeln. Dann geh doch, stöhnte sie. Jetzt! Sofort! Geh! Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, umfing sie die Stille der Leere ihres Lebens, dann packte sie den Computer aus, ging online und schrieb ihrer Cloud, die von meinen Leuten AI unterstützt ausgewertet wurde vom Militärischen Abschirmdienst, dass die Invasion der Mückenschwärme in der kommenden Nacht durch vorsorgliche Maßnahmen nur dann abgewehrt werden könnten, wenn ich zur Mega-Party nach Dresden über Magdeburg führe.




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