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9. November, Luzern, DG Eine Stadt, ein Verkehrsnetz, Linien, Knotenpunkte, in der Mitte ein Ort, der mit einem Kürzel bezeichnet wird: HUK-PUK. Uli Hartmann, unser Welten online Korrespondent wachte aus seinem Morgentraum auf. Unverständlicher Weise erfüllte ihn ein Glücksgefühl an diesem Ort HUK-PUK angelangt zu sein. Er hatte keine Ahnung, was dort war und vor sich ging. Er war einfach nur glücklich, es geschafft zu haben. Es war spät. Stand er auf oder blieb er liegen? Eine November Grippe hatte ihn erwischt: Ein dicker Hals, Schluckbeschwerden, der Rotz verstopfte die Nase, leichtes Fieber. Am Abend gab es einen Presse Termin in Zürich: Die abtretende, langjährige SP Bundesrätin, Bundespräsidentin und Außenministerin Calmy-Rey hatte es vermocht, den EU-Ratspräsidenten van Rumpoy zu einer Unterredung und einer größeren Rede nach Zürich einzuladen. Es gab vieles zu besprechen. .... weiter |
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Auf Staatsbesuch bei den Eidgenossen Bern, 3. Oktober 2011, DG Uli saß beim Inder, einem kleinen Restaurant mit Take Away, und verspeiste für 10 Stutz ein Lamm Curry, eine richtige Mahlzeit mit der kein Döner Teller mithalten konnte. Auf einem großen TV Bildschirm waren die neuesten Musik Videos aus Indien zu sehen: Farbig, glitzernd, rhythmisch, erfrischend, strotzend von Kraft und Schönheit, traditionelle Gewänder und westliche Kleidung vermischt und dabei insgesamt eine durch und durch moderne Gesellschaft des Luxus, des Wohlstands, der Sauberkeit, der Gesundheit, des Fortschritts zeigend. Er, der er das mit seinen westlichen Augen sah, war nicht nur beeindruckt, sondern fühlte, dass er mit dem ihm gezeigten Reichtum nicht mithalten könnte, dass die indischen Filmschönen unerreichbar bleiben würden, dass ihm die Typen haushoch überlegen waren. .... weiter |
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Art Basel Eröffnung, 14. Juni 20!!, DG Das Fenster zum Geld hinausgerutscht, sagt MicroSoft´s Schreibhilfe auf dem Innenhof der versammelten KunstSzene, dem Patio der Kunsthalle 1, die einläd zu einem kühlen Bier in der Sonne, so dass die Tische, die Stühle rar werden angesichts ermüdeter Menschen, die sich von der Überdosis Kunst vor allem bei einem erquicklichen Plausch erholen Sie sich richtig und kommen´s dann wieder herein zu uns an den Stand, bitt´ schön, habens Geduld mit die Herrschaften drängeln sich unter sich gesagt, es ist wunderbar, dabei zu sein ist alles und dazu zu gehören noch viel mehr habe ich beschäftig und das in der Schweiz und nicht wie der, in China ließ sich damals noch Geld machen Sie, machen Sie mehr, mehr, mehr wird’s auf dem Markt der Eitelkeiten .... weiter |
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Gipfel Eindrücke nach FukushimaDeauville, G8
Summit, 26./27. Mai 20!!, DG |
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Das Berliner IndianerdorfBerlin im Mai 20!!, DG Müdigkeit, Erschöpfung, die Überflutung mit neuen Eindrücken, das von einem Event zur nächsten Aktion Fahren, bewirkte ein Hinaus Geworfen Sein in die Weite der urbanen Landschaft. Mithin ging es Uli Hartmann, unserem Berliner Korrespondenten, um ein vernünftiges, ein lebbares, ein erfüllendes und nicht um ein erschöpfendes Sein in der großen Stadt mit ihren vielen Angeboten. Dementsprechend kamen Uli immer wieder die Erinnerungsbilder hoch von seinem Besuch in der Lebensgemeinschaft Kesselberg. Allein die Fahrt mit der S3 nach Erkner hatte aus dem Stadt Zentrum fast eine Stunde gebraucht. Er befand sich auf dem Land: Erkner, ein Vorort, dann Wiesen, Felder, Bäume, Seen, Flüsse. Mit dem Fahrrad brauchte er noch einmal eine halbe Stunde bis er auf der Landstraße eine Bushalte mit Namen Kesselberg entdeckte. Ein Waldweg aus Betonplatten führte eine seichte Anhöhe hinauf. Links und rechts brandenburgische Wälder, das sind vor allem Kiefernwälder auf hellen Strandsandböden, die im Halbschatten der niedrigen Bäume von einem flaumartigen Grün hoch stehender Gräser bedeckt sind. Zusammen mit den sanft geschwungenen Anhöhen ergab das eine liebliche Landschaft. .... weiter |
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Leistungsbruch oder auf der Spur zur Glückseligkeit samt RechnungLeipzig im Februar 2011, DG Die OP des Leistenbruchs, ambulant in einer Privatpraxis, Umkleide in einer Abstellkammer, eine ältere Schwester kniete sich vor mich hin und schert mir die linke, obere Hälfte der Schamhaare weg, wahrscheinlich zu wenig, denn nun, am Tag danach, ist ein dickes Pflaster zum Teil auf den Schamhaaren und ich fürchte, wenn der Chirurg morgen seinen Hausbesuch macht, dann wird es empfindlich schmerzen, wenn er das alte Pflaster abreißt. Es ist derselbe Arzt den ich bei der Voruntersuchung als Macho erlebte und zwar vom feisten Typus Untertan des Heinrich Mann, weil er in Gegenwart seiner Assistenzschwester, von seinen Mädels sprach, die sich um mich kümmern würden. .... weiter |
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Partei Untergang und stromauf ein grünes SignalLeipzig / Jahnishausen im November 2010, DG Leipzig hat etwas zu bieten zum Beispiel die Polit Veranstaltung „Das Leben ist bunter“ mit den drei Leipziger MdB Frauen Barbara Höll, Monika Lazar und Daniela Kolbe - im Scherz dachte unser Korrespondent Uli Hartmann, es seien die drei Hexen aus Shakespeares Macbeth, ein Theaterstück, dass er im von Kürzungen bedrohten Leipziger Centraltheater sah. Insbesondere die junge SPD'lerin, die MdB'lerin Daniela Kolbe, schien ihm einige Hexenkünste zu bemühen, um für ihre Partei zu werben. Angesichts der Schwierigkeiten und Widersprüche ihrer Partei, die sie unumwunden eingestand und gar anprangerte, war zu erkennen, dass es abwärts ging mit der alten Tante SPD, so nannte sie ihre Partei. Es seien einige Entscheidungen getroffen worden, die sie selber nicht teile, was sie aber nicht dazu bewegte ihre Parteidisziplin, sprich ihren Gehorsam angesichts des Fraktionszwangs aufzugeben. Gemeint war nicht nur der nach wie vor unbereinigte und von manchen als Ursprungszerwürfnis angesehene Eklat Schröders und Lafontaines von 1998, auch nicht die Hartz IV Gesetzgebung, sondern insbesondere die vielen kleinen, zum politischen Alltagsgeschäft gehörenden Streitereien, die sich die SPD und die Linken leisteten. .... weiter
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In MemoriamLeipzig, 15. Oktober 2010, DGMicha Welten stand in der BioKiste, mit Sabrina machte er das erste Mal Auspackdienst. Es war ein kleiner Laden. Holzregale Marke Eigenbau verrieten, es wurde wenig Geld verdient, eigentlich gar kein Geld wurde verdient, es handelte sich um eine Kooperative, ein Zusammenschluss von Leuten, die preiswert hochwertige BioLebensmittel einkauften und dazu diesen Non-Profit Laden als Verein gegründet hatten. Sabrina und Heike waren irgendwie auf diesen Dreh gekommen und traten in die Kooperative ein und seitdem war auch Micha dabei. .... weiter |
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Gemeinschaftsbildung
Schloss Glarisegg, Ende August 2010, DG Es war eine seltsame Gruppe, stellte Sabrina Moserbacher lakonisch fest. Mit Michael Welten, ihrem Partner, besuchte sie einen Community Building Workshop in Schloss Glarisegg am Bodensee. Ihnen schwebte vor, für eine Welten online Geschichte zu recherchieren. Zwecks Auflagensteigerung sollte es ein Verriss Artikel á la Bild Zeitung und Stern über die Psycho Szene werden. Angekommen im Schloss, einem ehemaligen Waldorf Schulen Internat mit diversen Gruppenräumen und Mehrzweckhallen, stellten sie fest, es liefen noch zwei weitere Workshops: Ein Sky Dancing Tantra Jahrestreffen und ein Five Rhythm Dance Wochenende, so dass mit den Schlossbewohnern gut 100 Leute am Platz waren, mithin eine Ansammlung von Leuten, die der kritischen Masse eines Ashrams gleich kam. .... weiter
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Das gewonnene JahrEin Blitzlicht zur Bundespräsidentenwahl, 30. Juni 2010, Berlin, DG Bundespräsident Köhler tritt zurückÜberraschend,
wie aus heiterem Himmel, auf der Richterskala für Großereignisse wie
9/11 – Ulrich Hartmann hörte die Meldung im Bahnhofscafé von Halle. Auf
einer Großbildleinwand eines TV Senders zerrissen sich die Moderatoren
das Maul, hatten sie doch nun ganz viel zu erzählen, zu kommentieren,
zu erklären. Es ging um ein Radio Interview vom 22. Mai, in dem Köhler
sich zur Wahrung deutscher Interessen für einen militärischen Einsatz
aussprach – das war gegen das Grundgesetz und spiegelte deutlichst die
herrschende Meinung in Berlin wieder, reichte aber dazu, dass ihn die
Kritik an seiner Äußerung zum Rücktritt bewegte, wie er vorgab. .... weiter
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Der Stasi MannLeipziger Shortstory, im Juli 2010, DG Aus dem Haus ist kein Mann gekommen, sagte Jens. Dann weiß ich Bescheid, sagte Iris zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort. Als Zwischenträger dieser prägnanten Aussagesätze erwies sich Uli Hartmann. Wenn er noch gelacht hatte, dass Jens mit seiner Aussage wieder einmal lakonisch feststellte, es sei nichts passiert, er habe nichts beobachten können, obwohl er doch einige Zeit damit zugebracht hatte, das Haus zu beobachten, dann fügte Uli den Satz von Iris: Dann wisse sie Bescheid, quasi als spätere Antwort auf Jens' Beobachtung hinzu, obwohl er in einem ganz anderen Zusammenhang zu einer ganz anderen Zeit an anderem Ort erfolgte. Uli verstand nicht, wieso er das tat, wieso ihm diese beiden Sätze aus ganz unterschiedlichen Situationen wieder in den Sinn kamen, ja, in ihm widerhallten und er sie zu einem Ganzen zusammenfügte, obwohl sie doch gar nicht zusammen gehörten. Vielleicht lag es daran, dass sie von derselben Energie getragen schienen, einer, die sie aus ihren Zusammenhängen heraus löste, so, wie ein Farbton in der einen Blume und in der anderen Blume diese beiden doch zusammengehören ließ als wüchsen sie am selben Strauch. .... weiter |
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Es
lebe die Elite, das Establishment und die Hierarchie!
Berlin, 26. Juni 2010, 1.
Mitgliederversammlung des ISM, Institut Solidarische Moderne, DG Micha Welten kam niedergeschlagen zurück von dieser hochkarätigen Politveranstaltung, der ersten Mitgliederversammlung des Instituts Solidarische Moderne. Er hatte sich auf der Versammlung weit aus dem Fenster gehängt, in dem er mehrmals das Wort ergriff und den Ablauf der Veranstaltung kritisierte. Das war natürlich keine Art und dann zu erwarten, dass er mit Freuden als Beisitzer gewählt werden würde, das war wohl zu viel verlangt. .... weiter
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Durch die spanische BrilleMadrid im Juni 2010, DG |
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Der Sprecher oder das Phänomen
Zapatero
Madrid,
im
Juni 2010, DG |
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Die
Frühjahrsmesse
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Hexenritteine Erzählung von Nora Dubach, Zürich im Januar 2010„Hast du schon einmal Drogen konsumiert“: fragt mich Robert, während wir am See spazieren gehen und gegen Wind und Kälte ankämpfen. Wir sind auf dem Weg zum Bahnhof Züri. „Nein“: antworte ich mit grosser Überzeugung. „Warum sollte ich, ich führe ein aufregendes Leben, so etwas brauche ich nicht. Ich habe genug Fantasie. Wie kommst du darauf?“ Robert antwortet: „Ich war gestern zum Essen eingeladen, im Bücherregal stand ein Buch mit dem Titel „Liebestrunk“, unter anderem war darin Bilsenkraut erwähnt.“ Er schaut mich vielsagend an, als müsste ich wissen, was es mit diesem Bilsenkraut auf sich hat, doch ich habe keinen blassen Schimmer. „Bevor ich nach Hause fahre“, sagte er, „frage ich in der Apotheke nach dem Kraut. Kommst du mit?“ Und als Erklärung, für das, wovon ich keine Ahnung habe setzt er hinten an: „Ich besuche meine Freundin am Wochenende in Berlin, ich möchte mal was Verrücktes ausprobieren. Lotte macht bei so was natürlich nicht mit. Sie bringt sich mit speziellen Kräuterteemischungen und Duftstäbchen in Stimmung. Aber das ist nicht mein Ding.“ .... weiter
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SicherheitsrisikoHannover CeBIT, Messerundgang Zapatero / Merkel, 2. März 2010, DG Sabrina war ein Sicherheitsrisiko. Wieso und für wen oder für was sie eine Gefahr bedeutete, wusste sie nicht, noch nicht. Dass sie als gefährlich eingeschätzt wurde, schmeichelte ihr, andererseits fand sie es einfach blöd und ärgerlich. Sie hatte geschrieben, hatte sich also denkend und dieses Denken zu Papier bringend dem Geschehen überlassen und trieb einfach im Strom der Leute mit, ohne größere Anstalten zu machen, irgendwo hin zu kommen. Wozu auch? Sie war dabei, sie war, wo sie sein wollte. Die zuständigen Sicherheitsbeamten erkannten das natürlich sofort als eine Tarnung, als eine auffällige Besonderheit, denn mit ihrem Tun im Zeitalter der digitalen Fotografie und winziger Handkameras, die Fernsehqualität lieferten, waren Stift und Feder überflüssig, wie das Denken selbst. .... weiter |
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Unfall
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Überlegungen zur
Gewerkschaftsentwicklung nach Inkrafttreten des Lissabon Vertrages der
Europäischen Union
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Im Spiegel
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White House TangoKommentar zu einer Tango Einlage anlässlich der ersten Ambassador Reception of US President Obama am July, 27, 2009, DG Zum ersten Botschafter Empfang von US Präsident Barak Obamas und Gattin Michelle Obama im Weißen Haus, wurden vier Tango Pärchen engagiert, die dreimal im Laufe des Abends „spontan“, zur Musik einer Tango spielenden Militär-Kapelle, einen Tango auf dem Parkett dieses so politischen Hauses darboten. Dem Video im Dogma Stil ist nicht zu entnehmen, ob sie als Eintänzer für die Botschafter und Gesandten in der US amerikanischen Hauptstadt fungierten und .... weiter |
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Weiß, das AmerikaLucerne Festival, 13. & 14.September 2009, DG Der Sommer liegt in seinen letzten Zügen und mit ihm der See. Wolken, grau, fast Regen, erste Kälte, die die Hänge der Berge hinab kriecht durch Täler, in denen Nebelschwaden wallen. Am Ausgang der Seebucht eine kleine Stadt hinter hoher Mauer, die, unterbrochen von mittelalterlichen Türmen, uralte Gassen birgt, doch am Ufer prangt quadratisch ein postmoderner Bau, das Konzerthaus, ein Juwel, heraus geschwemmt aus der Alpenkette, glatt geschliffen, so dass sich das Sonnenlicht der Musik in ihm fängt. Mit dem Sommer neigt sich auch das hiesige Musikfestival zu seinem Ende. .... weiter |
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Slow down5.
September 2009, Genf, DG, 3. UN Weltklima Konferenz, Eröffnung des High
Level Segments |
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G8 = ökonomischer Super Gau @ globaler
Ökokollaps
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Afrika! Afrika! Afrika!3rd European Conference on African Studies, Leipzig, 4. - 7. Juni 2009, DG Gerd Brandt schaute die Konferenzunterlagen durch, blätterte im Programm, verschaffte sich einen Überblick. Bei einem Namen aus Hannover, er hatte in Hannover studiert, stockte er. Von welchem Institut kam Susanne Heyn? An der hannöverschen Leibniz Universität gab es doch gar keine Afrikanistik. War sie eine Soziologin wie er? Bei wem hatte sie studiert? Das Programm gab keine Antwort. Dafür zeigte sich ein Erinnerungsbild seiner hannöverschen Studienjahre: Moderne Beton Verfügungsbauten, karge Seminarräume, einige junge Leute an Tischen, einem Referenten lauschend. Er hatte viele Seminare besucht. Vorbereitungen auf Wissenschaftskonferenzen hatte er nie erlebt. Auch in den Methodenseminaren ging es einzig um Fragen, wie wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen waren. Eine Vorbereitung auf den Wissenschaftsbetrieb wurde damals nicht geleistet. Wahrscheinlich gehörte das in den gehobenen Bereich der Doktoranden Ausbildung. .... weiter
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Berliner BundesversammlungLuzern, im Mai 2009, DG Redaktionssitzung
von
Welten online, Anwesende: Urs Stoffolsky, Chefredakteur, die
Journalisten Gerd Brandt,
Sabrina Moserbacher, Ulrich Hartmann und
die Neue, die Volontärin Julia Finger. Auf dem runden Tisch
Mappen, Kaffeetassen, Ellenbogen, Hände, Stifte, Notizblöcke. Von einem
separaten Tischlein leuchtet der Videoprojektor ins abgedunkelte
Sitzungszimmer. Es sind die Recherchen von Ulrich Hartmann, der mit
einer PowerPointPräsentation einen Vortrag über die anstehende
Bundesversammlung in Berlin hält. „Nun“, meinte er, „es scheinen nicht
die NPD´ler zu sein, die entscheiden, wer neuer Bundespräsident wird,
sondern vor allem die Freien Wähler aus Bayern und die stellen sich
hinter Köhler. .... weiter
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Der UNO FlopUN Durban Review Conference, Genève, 20. - 24. April 2009, DG Urs Stoffolsky, Chefredakteur von Welten
online, bat Sabrina Moserbacher per Email um 9 Uhr in sein Büro zu
kommen. Sie war gespannt, was es geben würde. Es hieß, die
Liechtensteinsche Stiftung, über die ihre Zeitung „Welten online“
finanziert wurde, habe wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise ihr
Jahresbudget reduziert. Würde sie entlassen? Würde sie ihren Job, wie
so viele andere Kollegen, verlieren, weil Blogger und non-commercial
media die Werbeaufträge wegschnappten und nun die Krise in rasanten
Schritten ihr übriges tat? Millionen standen schon auf der Straße,
waren ohne Job, Einkommen und Aussicht auf Besserung? Wir haben Glück
gehabt, meinte Urs, sie lassen uns leben. Im Hintergrund unserer
Geldgeber stehen ein paar Ölscheichs aus Quatar. Sie pumpen ihr Geld in
unsere Projekte hinein. Ihnen liegt etwas daran, dass es weiter geht.
Ich möchte, dass du das weißt für deinen nächsten Auftrag: Durban II, Genf, eine UNO Konferenz gegen
Anti-Rassismus, rassistische Benachteiligung und Fremdenfeindlichkeit.
Urs machte eine Pause, guckte sie an: Dein Budget besteht aus 200
Schweizer Franken, meinte er trocken. Über dein Erfolgshonorar
unterhalten wir uns später. Tschüss! ....
weiter
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Von Gipfeli zu GipfeliVom
Londoner G20 Finanzgipfel über den Strassburger NATO Gipfel zum Prager
EU Gipfel - Überlegungen zur global politischen Situation in der Finanz- und
Wirtschaftskrise, Strasbourg, 3. - 4. April 2009, DG Im nach hinein, wenn die Rauchschwaden sich
lichten und das Getümmel der Ereignisse verebbt, zeigt sich, dass die
Ameisen, die einen Elefanten beschreiben, in diesem Fall sich selber
als Mitglieder eines Ameisenvolks erkennen, das die Form eines
Elefanten annahm. Der deutsche, der französische, der US amerikanische
Journalist kommen zu solch politischen Gipfeltreffen, wie sie
anlässlich der ersten Europareise des US Präsidenten Barak Obama
abgehalten wurden, aus ihrem jeweiligen Sprach- und Kulturraum. Sie
sind vorgeprägt in ihrem Denken: die heimischen Medien generieren eine
Weltsicht, deren Fokus auf die Wahrnehmung ihrer Leser zugeschnitten
ist. Schon die vorherige Aussage, es habe sich um Gipfeltreffen
anlässlich der ersten Europareise des US Präsidenten gehandelt, ist
strittig. Solch Events sind von langer Hand vorbereitet, was nicht
ausschließt, dass es eine übergeordnete Planung gegeben haben mochte,
drei Politevents von globaler Bedeutung mit dem Antrittsbesuch des US
Präsidenten zu verbinden. .... weiter Die NATO und das Erdbeben von L´AquilaStrasbourg/ Lucerne, im April, SM Das Erdbeben von L´Aquila, in den italischen Abruzzen, nicht weit von Rom, hatte seine Vorankündigungen, wenn nicht gar seine Drahtzieher. Welten online stellt die Hypothese auf, es handelt sich um ein artifiziell verursachtes Erdbeben. .... weiter |
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.... und sie lernten sprechen |
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Von
Avataren und virtuellen Welten im Arbeitsleben im Dezember 2008, DG Das die Informationstechnologien seit den
80er Jahren des |
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Das Treffen von Rapperswil |
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Rapperswil,
25. November 2008, DG Alle Jahre wieder zum Dreiertreffen der Präsidenten der Bodenseestaaten. Der Ehrengast Liechtenstein steht in diesem Jahr angesichts des spannungsgeladenen Verhältnisses mit Deutschland im besonderen Rampenlicht. Sein Erbprinz als Regierungschef kann sicher sein, als Sperrspitze des Schweizer Kapitals fungieren zu können, mithin zum Büttel der eidgenössischen Steuer-, Banken- und Fluchtgeldinteressen gemacht zu werden. ....weiter
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Der große Kater |
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Eindrücke
vom Filmset im Casino Interlaken für den Kinofilm „Der große Kater“ mit
Bruno Ganz, nach einem Roman von Thomas Hürlimann, Regie: Wolfgang
Panzer, 6. – 8. September 2008, DG
Es ist Samstagnacht, kurz vor 0 Uhr. Die gut 100 Statisten wurden aus dem Festsaal, in dem das Frack Diner für den spanischen Monarchen und seine Gattin abgehalten wird, hinauf in die Essenspause entlassen, Würstchen mit Kartoffelsalat. Im Festsaal des Filmsets stellen sich ähnliche Effekte wie beim Psychodrama ein: Einerseits wissen die Statisten, in welcher Spielrealität sie sich befinden, andererseits in welche Lebensrolle sie in der Wirklichkeit innehaben. Soll heißen die Filmaufnahmen, das Set, der Dreh, lassen die Wirklichkeit mit ihren Rollen, die sie spielen, zerfließen. Ausstaffiert und ins rechte Licht gerückt, hier noch pomadisiert und dort noch zurecht gezupft, erscheint die einfachste Hausfrau als wunderschöne Fee und der arbeitslose Endvierziger als nobler Edelmann einer vergangenen Epoche, die sich in den oberen Etagen unserer Gesellschaft am Leben erhalten hat, zumeist von der Bevölkerung unbemerkt und dann wieder in märchenhafte Ferne entrückt, wenn Bilder von solch Gesellschaftsereignissen in der Boulevardpresse abgelichtet erscheinen oder ...weiter |
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Games Convention |
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Leipzig, 20. –
24. August 2008, SM Die Leipziger Games Convention 2008 verspricht ein Megaevent der Freizeit-, der Spaß-, der Konsum- und Vergnügungsgesellschaft zu sein. Wir, von der Redaktion Welten online, entschlossen uns, unseren Second Life Avatar, Ajan Burnstein, als unseren Dogma Journalisten zur wohl größten Messe für Videospiele in Europa zu schicken und erhielten folgenden Bericht samt Fotos und Filmaufnahmen. Zur Erläuterung: Ein Avatar bezeichnet in der Welt der digitalen Videospiele eine künstliche Person, die, grafisch dargestellt, verschiedene Attribute und Qualitäten aufweist. Die Gamer schlüpfen in solche, auf dem Bildschirm erscheinende Gestalten. In der virtuellen Welt des Videospieles verkörpern sie eine Selbstrepräsentanz: ... weiter |
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Genève Talks |
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Genf,
Hôtel de Ville, 19. July 2008, DG
Es mutet seltsam an, dass gerade die Iraner im Rahmen der Genfer Non-Profilationsgespräche Sympathien gewinnen. Liegt es daran, dass sie als New Comer das globale Regime der Atommächte auf den Kopf stellen? Oder daran, dass sie den globalen Hegemonialanspruch der USA in Frage stellen und zwar zu einem Zeitpunkt, der sich mit dem Niedergang des US-Dollars als Weltwährung, der Subprime Crisis, dem US-Republikanischen Scheitern der Militärs im Irak und dem Ende des American Way of Life, angesichts von Öko-Katastrophe und exorbitanten Öl-Preisen, überschneidet? … weiter
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WolkenschieberHannover, Freitag, 13. Juni 2008, DGErst Kopfschmerzen, dann Schwindelgefühle, zunehmender Druck im Kopf, Übelkeit, Erbrechen, Einlieferung ins Krankenhaus, Diagnose: Bösartiger Hirntumor oberhalb des linken Ohres. Die Mutter erzählte es dem Sohn am Telefon während des Fußballspiels. Er ist schockiert, lässt den Fernseher samt Ball, Bier und Freund im Wohnzimmer stehen. Der Klang der Stimme von: Ich muss dir was sagen … den kannte er seit die Oma starb. … weiter
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Art│39│Basel |
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Basel, 4 – 8 Juni 2008, UH Sabrina, die einiges auf sich hielt, was Weltläufigkeit, Allgemeinbildung und Geschmack betraf, musste scharf überlegen, als Urs Stoffolsky, unser Redaktionsleiter, sie bat, zur Art Basel zu fahren. Sie übersetzte blitzschnell Art mit Kunst und schloss, es müsse sich um diese Kunstmesse für die Superreichen handeln. Alljährlich fand da unten in der Schweiz, in Basel, eine Kunstmesse statt, auf der sich die Crème de la Crème der internationalen Kunstszene traf. Die bildende Kunst: Skulpturen, Gemälde, Fotografie, Installationen, Videos, stellte für sie einen Bereich dar, der peripher durch gelegentliche Museumsbesuche, Vorträge und Einladungen zu Vernissagen an ihrem Lebenshorizont auftauchte, ohne jedoch tiefere Spuren bei ihr zu hinterlassen. In ein Museum zu gehen, empfand sie meist binnen kurzer Zeit anstrengend: ein kurzer Blick auf die Bilder – wahrnehmen, erkennen und nachspüren, um sich dann ab und dem nächsten Bild zuzuwenden – degradierte sie zu einem Kunstmassen konsumierenden Wesen, das schnell Bauchweh wegen Überfüllung bekam. .....weiter |
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Der Revolver in der Schublade |
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Zu Dan Dinners Vortrag
über die Entwicklungen historischer Konstellationen wie Europa –
Russland – Amerika, Uni Zürich, SIAF, 5. Juni 2008, UH Geht es um eine politische Einordnung von Dan? Oder vielmehr darum, die durch ihn nahe gebrachten Schlüsse zu ziehen, wenn er sich als Historiker über die zukünftige Entwicklung der Konstellation Europa – Russland – Amerika in einem Vortrag im Churchill Saal der Uni Züri ausbreitete? .... weiter
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Berner Stelldichein |
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Bern, 29. April
2008, UH
Geküsst und erwacht aus dem Dornröschen Schlaf, so erscheint es, wenn in Europas autonomer Provinz Schweiz an einem Tag der Besuch des UNO Generalsekretärs Ban Ki-moon, die Staatsvisite der deutschen Kanzlerin Angela Merkel als auch die Eröffnungs-Pressekonferenz des World Jewish Congress durch Ronald S. Lauder in der Hauptstadt Bern abgehalten werden. Es sind von einander unabhängige Events, wie sie in den europäischen Kapitalen Paris, London, Berlin Gang und Gäbe sind. Der Schweiz wäre durchaus zu wünschen, dass ihre Attraktivität als ein Platz zunähme, der im globalen und europäischen Gerangel der Konkurrenz um Aufmerksamkeit, Macht und Interessenbeeinflussung Bedeutung hat. .... weiter |
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Credit Suisse Generalversammlung 2008 |
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Zürich, 25. April 2008, DG Die Finanzkrise des US Hypothekenmarktes verdrängte fast gänzlich die im Vorjahr heiß diskutierte Frage der überzogenen Managergehälter. Es fragt sich, ob die Verlustvorträge der CS im Jahr 2007 auf das Jahr 2008 verschoben wurden, um die Gehälter für 2007 sicher zu stellen. Die Redner der Aktionäre erweisen sich als ein überschaubarer Kreis. Auch der angeschlagene Ton zeigt sich monoton gleichförmig: unübertreffbarer Negativismus und Vorwurf. Selbst wenn die Akteure, auf der einen Seite die des Managements und auf der anderen die der Aktionäre, sich nichts schenken, so zeigt sich ein Gesamtbild, in dem sich ein Zusammenspiel ergibt, das die Einheit von Geschäftsleitung und Aktionären als Kapitalseite mit ihren jeweiligen Gewinninteressen offen legt. .... weiter
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| Zaitensprung | ||
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22. Mai 2008, Luzern, UH
Es war wieder ein Tiefschlag für Michael Weltens Selbstwertgefühl. Zur Debatte stand, dass er sich nicht mehr auf sich selbst verlassen konnte. Er machte Fehler, zu viele für seinen Geschmack. Es waren Flüchtigkeitsfehler, resultierend aus mangelnder Aufmerksamkeit und oberflächlicher, unkonzentrierter Betrachtung der Dinge. Sie summierten sich auf und produzierten im Zusammenspiel mit der ihn umgebenden Technik Handlungsabläufe, die, offensichtlich eigenständig, nicht mit den von ihm beabsichtigten Handlungsabläufen zusammen liefen. Zum Beispiel gestern, bevor er zur ZaZen Meditation ging, die Handy Geschichte: Es lag auf dem Teppich vor dem Sofa, während er sich die Clinton-Obama Debatte um Pennsylvania im US Wahlkampf 2008 im Internet ansah. ... weiter |
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Couchsurfing mit Eve |
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Ein Erfahrungsbericht von Sabrina
Moserbacher, Berlin, 31. März 2008 Micha fuhr per Mitfahrgelegenheit nach Berlin, um dort per Couchsurfing seinen Dingen in der Metropole nachzugehen. Seine Dinge? Sie bestehen aus Politik und, wie sollte es anders sein, aus: Tantra, Tanzen und Schreiben. Natürlich passte Sabrina überhaupt nicht, dass er sich verdünnisierte. Sie wollte mit ihm wohnen, wollte mit ihm ihr Leben teilen und was machte er? Er löste sich in Luft auf, verschwand und ließ sie allein zurück .... weiter |
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Gargantua |
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Daumier im Kunsthaus Zürich, im
Februar 2008, SM
Für 6 Monate sperrten sie ihn wegen Majestätsbeleidigung ein. 1832, Paris. Es war das Zeitalter der ersten Massenmedien: Zeitschriften, die mittels lithographischer Drucke satirische Bilder unters Volk brachten, die sogar dem hohen Anteil von Analphabeten verständlich vor Augen führten, was im Staat vor sich ging. .... weiter
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Das Meersburger TreffenMeersburg, 6. November 2006, Sabrina Moserbacher Warum, hatte ihn Doris gefragt, warum führst du zu diesem Präsidententreffen ? Sie saßen in der Küche beim Abendbrot. Ein paar Minuten später würde sie aufstehen und zum Nachtdienst gehen. Michael schwieg. Sie lebten im Windschatten der großen Politik, ja, eigentlich im Abseits. Ihr Leben hatte rein gar nichts mit Wahlen, Gesetzen, Parlamentsmehrheiten und Kriegen zu tun. Wenn sich also zur alljährlichen BodenseePräsidialKonferenz, kurz BPK, die Präsidenten der Anrainerstaaten Schweiz, Österreich und Deutschland, neuerdings auch Lichtenstein, trafen, wobei es letzterem als Fürstentum offensichtlich darum ging sich, wie Bolivien, einen Zugang zum Meer zu erhandeln, so lag das weit außerhalb ihrer Lebensalltäglichkeit. .... weiter
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Vierwaldstättersee, 28. September 2006, SM Das Boot steht auf dem Stellplatz herum, vergammelt und nimmt Platz ein. Die Eigner, Herr und Frau Brügel, wollen nicht mehr, können nicht mehr, wobei Gesundheit und Finanzen zusammenspielen. Die Kinder wollen oder können gleichfalls nicht. Der Stellplatz kostet. Die Yacht, dieses treue Stück, muss weg. Es bedeutet Trennungsschmerz. Erinnerungen sind mit dem Kajütboot, für fünf Personen, also die ganze Familie, verbunden : Segelregatten übers Wochenende, Sommerurlaube, Entspannung nach Feierabend, die Ruhe, draußen in der Natur auf dem Wasser. .... weiter |
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Wolfsberg, 25. September 2006, DG
Die Prügel, die er bezogen hatte, schien schon vergessen. Der Schmerz der Beulen, so lange er sie nicht berührte, war verflogen. In der Dunkelheit ein Blinder, wusste er nicht, wer oder was ihn geschlagen hatte und eigentlich auch nicht warum. Es tat nur weh. Er hätte nicht hingehen sollen. Wie eine Mücke das Licht anzieht, konnte er nicht anders. Droben in den Bergen, in der Einsamkeit der Landschaft, gab es diese Probleme nicht. .... weiter
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Berliner Notizen online (suspendiert) |
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Carpe diem online (suspendiert) |
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