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Die Herausforderung

9. November, Luzern, DG

Eine Stadt, ein Verkehrsnetz, Linien, Knotenpunkte, in der Mitte ein Ort, der mit einem Kürzel bezeichnet wird: HUK-PUK. Uli Hartmann, unser Welten online Korrespondent wachte aus seinem Morgentraum auf. Unverständlicher Weise erfüllte ihn ein Glücksgefühl an diesem Ort HUK-PUK angelangt zu sein. Er hatte keine Ahnung, was dort war und vor sich ging. Er war einfach nur glücklich, es geschafft zu haben.

Es war spät. Stand er auf oder blieb er liegen? Eine November Grippe hatte ihn erwischt: Ein dicker Hals, Schluckbeschwerden, der Rotz verstopfte die Nase, leichtes Fieber. Am Abend gab es einen Presse Termin in Zürich: Die abtretende, langjährige SP Bundesrätin, Bundespräsidentin und Außenministerin Calmy-Rey hatte es vermocht, den EU-Ratspräsidenten van Rumpoy zu einer Unterredung und einer größeren Rede nach Zürich einzuladen. Es gab vieles zu besprechen. .... weiter


ingres violin

Auf Staatsbesuch bei den Eidgenossen

Bern, 3. Oktober 2011, DG

Uli saß beim Inder, einem kleinen Restaurant mit Take Away, und verspeiste für 10 Stutz ein Lamm Curry, eine richtige Mahlzeit mit der kein Döner Teller mithalten konnte. Auf einem großen TV Bildschirm waren die neuesten Musik Videos aus Indien zu sehen: Farbig, glitzernd, rhythmisch, erfrischend, strotzend von Kraft und Schönheit, traditionelle Gewänder und westliche Kleidung vermischt und dabei insgesamt eine durch und durch moderne Gesellschaft des Luxus, des Wohlstands, der Sauberkeit, der Gesundheit, des Fortschritts zeigend. Er, der er das mit seinen westlichen Augen sah, war nicht nur beeindruckt, sondern fühlte, dass er mit dem ihm gezeigten Reichtum nicht mithalten könnte, dass die indischen Filmschönen unerreichbar bleiben würden, dass ihm die Typen haushoch überlegen waren. .... weiter





Bundespräsidentin Calmy Rey

Das Fenster zum Geld hinaus

Art Basel Eröffnung, 14. Juni 20!!, DG

Das Fenster zum Geld hinausgerutscht, sagt MicroSoft´s Schreibhilfe auf dem Innenhof der versammelten KunstSzene, dem Patio der Kunsthalle 1, die einläd zu einem kühlen Bier in der Sonne, so dass die Tische, die Stühle rar werden angesichts ermüdeter Menschen, die sich von der Überdosis Kunst vor allem bei einem erquicklichen Plausch erholen Sie sich richtig und kommen´s dann wieder herein zu uns an den Stand, bitt´ schön, habens Geduld mit die Herrschaften drängeln sich unter sich gesagt, es ist wunderbar, dabei zu sein ist alles und dazu zu gehören noch viel mehr habe ich beschäftig und das in der Schweiz und nicht wie der, in China ließ sich damals noch Geld machen Sie, machen Sie mehr, mehr, mehr wird’s auf dem Markt der Eitelkeiten .... weiter


Chapter7

Gipfel Eindrücke nach Fukushima

Deauville, G8 Summit, 26./27. Mai 20!!, DG

Das Meer, still und flach liegt es vor Deauville, dem französischen Gippfelort des G8 Treffens 2011. Es herrscht Ebbe und so, wie sich Mont St. Michel zweihundert Kilometer weiter aus dem Wattenmeer der Normandie erhebt, überragt dieses Treffen der Regierungsspitzen der bedeutendsten Wirtschaftsmächte die politischen Zeitereignisse. .... weiter


G8
                Deauville

Das Berliner Indianerdorf

Berlin im Mai 20!!, DG

Müdigkeit, Erschöpfung, die Überflutung mit neuen Eindrücken, das von einem Event zur nächsten Aktion Fahren, bewirkte ein Hinaus Geworfen Sein in die Weite der urbanen Landschaft. Mithin ging es Uli Hartmann, unserem Berliner Korrespondenten, um ein vernünftiges, ein lebbares, ein erfüllendes und nicht um ein erschöpfendes Sein in der großen Stadt mit ihren vielen Angeboten.

Dementsprechend kamen Uli immer wieder die Erinnerungsbilder hoch von seinem Besuch in der Lebensgemeinschaft Kesselberg. Allein die Fahrt mit der S3 nach Erkner hatte aus dem Stadt Zentrum fast eine Stunde gebraucht. Er befand sich auf dem Land: Erkner, ein Vorort, dann Wiesen, Felder, Bäume, Seen, Flüsse. Mit dem Fahrrad brauchte er noch einmal eine halbe Stunde bis er auf der Landstraße eine Bushalte mit Namen Kesselberg entdeckte. Ein Waldweg aus Betonplatten führte eine seichte Anhöhe hinauf. Links und rechts brandenburgische Wälder, das sind vor allem Kiefernwälder auf hellen Strandsandböden, die im Halbschatten der niedrigen Bäume von einem flaumartigen Grün hoch stehender Gräser bedeckt sind. Zusammen mit den sanft geschwungenen Anhöhen ergab das eine liebliche Landschaft. .... weiter


Kesselberg

Leistungsbruch oder auf der Spur zur Glückseligkeit samt Rechnung

Leipzig im Februar 2011, DG

Die OP des Leistenbruchs, ambulant in einer Privatpraxis, Umkleide in einer Abstellkammer, eine ältere Schwester kniete sich vor mich hin und schert mir die linke, obere Hälfte der Schamhaare weg, wahrscheinlich zu wenig, denn nun, am Tag danach, ist ein dickes Pflaster zum Teil auf den Schamhaaren und ich fürchte, wenn der Chirurg morgen seinen Hausbesuch macht, dann wird es empfindlich schmerzen, wenn er das alte Pflaster abreißt. Es ist derselbe Arzt den ich bei der Voruntersuchung als Macho erlebte und zwar vom feisten Typus Untertan des Heinrich Mann, weil er in Gegenwart seiner Assistenzschwester, von seinen Mädels sprach, die sich um mich kümmern würden. .... weiter





Partei Untergang und stromauf ein grünes Signal

Leipzig / Jahnishausen im November 2010, DG

Leipzig hat etwas zu bieten zum Beispiel die Polit Veranstaltung „Das Leben ist bunter“ mit den drei Leipziger MdB Frauen Barbara Höll, Monika Lazar und Daniela Kolbe - im Scherz dachte unser Korrespondent Uli Hartmann, es seien die drei Hexen aus Shakespeares Macbeth, ein Theaterstück, dass er im von Kürzungen bedrohten Leipziger Centraltheater sah. Insbesondere die junge SPD'lerin, die MdB'lerin Daniela Kolbe, schien ihm einige Hexenkünste zu bemühen, um für ihre Partei zu werben. Angesichts der Schwierigkeiten und Widersprüche ihrer Partei, die sie unumwunden eingestand und gar anprangerte, war zu erkennen, dass es abwärts ging mit der alten Tante SPD, so nannte sie ihre Partei. Es seien einige Entscheidungen getroffen worden, die sie selber nicht teile, was sie aber nicht dazu bewegte ihre Parteidisziplin, sprich ihren Gehorsam angesichts des Fraktionszwangs aufzugeben. Gemeint war nicht nur der nach wie vor unbereinigte und von manchen als Ursprungszerwürfnis angesehene Eklat Schröders und Lafontaines von 1998, auch nicht die Hartz IV Gesetzgebung, sondern insbesondere die vielen kleinen, zum politischen Alltagsgeschäft gehörenden Streitereien, die sich die SPD und die Linken leisteten.   .... weiter



Wasserstraßen

In Memoriam

Leipzig, 15. Oktober 2010, DG

Micha Welten stand in der BioKiste, mit Sabrina machte er das erste Mal Auspackdienst. Es war ein kleiner Laden. Holzregale Marke Eigenbau verrieten, es wurde wenig Geld verdient, eigentlich gar kein Geld wurde verdient, es handelte sich um eine Kooperative, ein Zusammenschluss von Leuten, die preiswert hochwertige BioLebensmittel einkauften und dazu diesen Non-Profit Laden als Verein gegründet hatten. Sabrina und Heike waren irgendwie auf diesen Dreh gekommen und traten in die Kooperative ein und seitdem war auch Micha dabei.  .... weiter


Hermann
                Scheer

Gemeinschaftsbildung

Schloss Glarisegg, Ende August 2010, DG

Es war eine seltsame Gruppe, stellte Sabrina Moserbacher lakonisch fest. Mit Michael Welten, ihrem Partner, besuchte sie einen Community Building Workshop in Schloss Glarisegg am Bodensee. Ihnen schwebte vor, für eine Welten online Geschichte zu recherchieren. Zwecks Auflagensteigerung sollte es ein Verriss Artikel á la Bild Zeitung und Stern über die Psycho Szene werden. Angekommen im Schloss, einem ehemaligen Waldorf Schulen Internat mit diversen Gruppenräumen und Mehrzweckhallen, stellten sie fest, es liefen noch zwei weitere Workshops: Ein Sky Dancing Tantra Jahrestreffen und ein Five Rhythm Dance Wochenende, so dass mit den Schlossbewohnern gut 100 Leute am Platz waren, mithin eine Ansammlung von Leuten, die der kritischen Masse eines Ashrams gleich kam. .... weiter




Gruppe


Das gewonnene Jahr

Ein Blitzlicht zur Bundespräsidentenwahl, 30. Juni 2010, Berlin, DG

Bundespräsident Köhler tritt zurück

Überraschend, wie aus heiterem Himmel, auf der Richterskala für Großereignisse wie 9/11 – Ulrich Hartmann hörte die Meldung im Bahnhofscafé von Halle. Auf einer Großbildleinwand eines TV Senders zerrissen sich die Moderatoren das Maul, hatten sie doch nun ganz viel zu erzählen, zu kommentieren, zu erklären. Es ging um ein Radio Interview vom 22. Mai, in dem Köhler sich zur Wahrung deutscher Interessen für einen militärischen Einsatz aussprach – das war gegen das Grundgesetz und spiegelte deutlichst die herrschende Meinung in Berlin wieder, reichte aber dazu, dass ihn die Kritik an seiner Äußerung zum Rücktritt bewegte, wie er vorgab. .... weiter


Wulff
                Merkel

Der Stasi Mann

Leipziger Shortstory, im Juli 2010, DG

Aus dem Haus ist kein Mann gekommen, sagte Jens. Dann weiß ich Bescheid, sagte Iris zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort. Als Zwischenträger dieser prägnanten Aussagesätze erwies sich Uli Hartmann. Wenn er noch gelacht hatte, dass Jens mit seiner Aussage wieder einmal lakonisch feststellte, es sei nichts passiert, er habe nichts beobachten können, obwohl er doch einige Zeit damit zugebracht hatte, das Haus zu beobachten, dann fügte Uli den Satz von Iris: Dann wisse sie Bescheid, quasi als spätere Antwort auf Jens' Beobachtung hinzu, obwohl er in einem ganz anderen Zusammenhang zu einer ganz anderen Zeit an anderem Ort erfolgte. Uli verstand nicht, wieso er das tat, wieso ihm diese beiden Sätze aus ganz unterschiedlichen Situationen wieder in den Sinn kamen, ja, in ihm widerhallten und er sie zu einem Ganzen zusammenfügte, obwohl sie doch gar nicht zusammen gehörten. Vielleicht lag es daran, dass sie von derselben Energie getragen schienen, einer, die sie aus ihren Zusammenhängen heraus löste, so, wie ein Farbton in der einen Blume und in der anderen Blume diese beiden doch zusammengehören ließ als wüchsen sie am selben Strauch. .... weiter




Stasi
                Emblem

Es lebe die Elite, das Establishment und die Hierarchie!

Berlin, 26. Juni 2010, 1. Mitgliederversammlung des ISM, Institut Solidarische Moderne, DG

Micha Welten kam niedergeschlagen zurück von dieser hochkarätigen Politveranstaltung, der ersten Mitgliederversammlung des Instituts Solidarische Moderne. Er hatte sich auf der Versammlung weit aus dem Fenster gehängt, in dem er mehrmals das Wort ergriff und den Ablauf der Veranstaltung kritisierte. Das war natürlich keine Art und dann zu erwarten, dass er mit Freuden als Beisitzer gewählt werden würde, das war wohl zu viel verlangt. .... weiter







ISM Logo

Durch die spanische Brille

Madrid im Juni 2010, DG

Zwei Frauen betraten den kleinen Buchladen an der Ecke der Santa Isabella im Barrio Latina im Studentenviertel von Madrid. Sabrina Moserbacher, unsere Auslandskorrespondentin, schaute kurz von ihrem Laptop auf, um sofort weiter zu surfen. Es war ein guter Ort zum Lesen, Kaffee Trinken und Schreiben. Die Regale der Bücher um sie her vermittelten die eigentümliche Atmosphäre von Ruhe und Gelassenheit, wie sie nur aus dicken Einbänden und Fotos und Bildern an der Wand im Armsessel neben einem Schreibtisch mit Sicht auf einen grünen Park mit alten, dicken Bäumen entstehen kann, las sie in einem aufgeschlagenen Roman, während draußen eine Vespa vorbei knatterte. Die beiden Frauen hatten sich für eine Lesung ihrer Gedichte angesagt. Nicht dass sie enttäuscht waren, nur sieben Gestalten in der Liberia vorzufinden, die zu dem von ihrer Lesung nichts wussten. Ihnen ging es vor allem darum, ihre mitgebrachten Gedichtbände in Kommission auf einem Verkaufstisch lassen zu können. Deshalb hatten sie sich ganz spontan auf ihrer Durchreise von New York nach Barcelona zu dieser Aktion einer Lesung entschlossen.  .... weiter


Latina

Der Sprecher oder das Phänomen Zapatero

Madrid, im Juni 2010, DG

Sie hatten gelacht. Zapatero, der spanische Regierungspräsident, im Gespräch mit dem Staatssekretär für äußere Angelegenheiten fühlte sich falsch verstanden und mokierte sich darüber, dass ihn unsere Korrespondentin Sabrina Moserbacher in ihrem Diskussionsbeitrag als Portavoz bezeichnet hatte. Offensichtlich lag es am aktuellen Begriffsverständnis des Präsidenten, dass er sich nicht als ein „Sprecher“ bezeichnen lassen wollte. .... weiter




Zapatero

Die Frühjahrsmesse

Mitte März 2010, Leipziger Buchmesse, von Dirk Glomptner


Ziemlich geschwächt von ihrer fünf tägigen Fastenkur und deshalb lediglich mit einer Tasse Tee bestückt, stand Sabrina an einem Stehtisch und diskutierte mit erst zwei, dann drei Herren, Presseleuten, ein älterer mit seinem jüngeren Kollegen vom MDR und schließlich mit Unternehmenssprecher Tack von der Leipziger Buchmesse. Im Grunde war ihre Diskussion ein Rundumschlag, ein Blitzlicht des versammelten Kollektivbewusstseins zur gegenwärtigen Gesellschaftslage im Anschluss an die Eröffnungspressekonferenz. Der ältere MDR Kollege referierte seinem jüngeren Partner die Bedeutung eines Schlagzeilen verursachenden Buches, dass als Plagiat, als Abschrift von Tagebuchaufzeichnungen eines Lebemannes dieser Tage Furore machte.
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Logo Leipziger Buchmesse

Hexenritt

eine Erzählung von Nora Dubach, Zürich im Januar 2010

„Hast du schon einmal Drogen konsumiert“: fragt mich Robert, während wir am See spazieren gehen und gegen Wind und Kälte ankämpfen. Wir sind auf dem Weg zum Bahnhof Züri. „Nein“: antworte ich mit grosser Überzeugung. „Warum sollte ich, ich führe ein aufregendes Leben, so etwas brauche ich nicht. Ich habe genug Fantasie. Wie kommst du darauf?“ Robert antwortet: „Ich war gestern zum Essen eingeladen, im Bücherregal stand ein Buch mit dem Titel „Liebestrunk“, unter anderem war darin Bilsenkraut erwähnt.“ Er schaut mich vielsagend an, als müsste ich wissen, was es mit diesem Bilsenkraut auf sich hat, doch ich habe keinen blassen Schimmer. „Bevor ich nach Hause fahre“, sagte er, „frage ich in der Apotheke nach dem Kraut. Kommst du mit?“ Und als Erklärung, für das, wovon ich keine Ahnung habe setzt er hinten an: „Ich besuche meine Freundin am Wochenende in Berlin, ich möchte mal was Verrücktes ausprobieren. Lotte macht bei so was natürlich nicht mit. Sie bringt sich mit speziellen Kräuterteemischungen und Duftstäbchen in Stimmung. Aber das ist nicht mein Ding.“ .... weiter


schwarzes
                Bilsenkraut

Sicherheitsrisiko

Hannover CeBIT, Messerundgang Zapatero / Merkel, 2. März 2010, DG


Sabrina war ein Sicherheitsrisiko. Wieso und für wen oder für was sie eine Gefahr bedeutete, wusste sie nicht, noch nicht. Dass sie als gefährlich eingeschätzt wurde, schmeichelte ihr, andererseits fand sie es einfach blöd und ärgerlich. Sie hatte geschrieben, hatte sich also denkend und dieses Denken zu Papier bringend dem Geschehen überlassen und trieb einfach im Strom der Leute mit, ohne größere Anstalten zu machen, irgendwo hin zu kommen. Wozu auch? Sie war dabei, sie war, wo sie sein wollte. Die zuständigen Sicherheitsbeamten erkannten das natürlich sofort als eine Tarnung, als eine auffällige Besonderheit, denn mit ihrem Tun im Zeitalter der digitalen Fotografie und winziger Handkameras, die Fernsehqualität lieferten, waren Stift und Feder überflüssig, wie das Denken selbst.
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Unfall

Eine Kurzgeschichte von Sabrina Moserbacher


Unfall, man kann es einen Unfall nennen, nicht wie im üblichen
Sinne, wenn es auf der Autobahn knallt, weil ein Raser auf der linken Spur von einem zum Überholen ansetzenden Fahrer auf der rechten Spur übersehen wurde, wenn also beschleunigte Körper einen plötzlichen Geschwindigkeitsverlust erfahren, weil sie aufeinander und dann auf Leitplanken und Baumstämme treffen und sich dabei zerstören. Die in Frage stehende Art des Unfalls hat weniger die körperliche, als viel mehr die seelische Dimension zum Gegenstand. Nichts desto trotz handelt es sich um Menschen in Bewegung. .... weiter



Unfall

Überlegungen zur Gewerkschaftsentwicklung nach Inkrafttreten des Lissabon Vertrages der Europäischen Union

UGT Madrid, Escuela Sindical de Julián Besteiro, im Dezember 2009, Dirk Glomptner


Unser Korrespondent vor Ort, Michael Welten, hatte Wind bekommen von einer Gewerkschaftstagung der UGT, der wohl größten Gewerkschaftsorganisation Spaniens.
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Im Spiegel

Eine Erzählung aus Madrid von Sabrina Moserbacher


Das Café El Espejo, an der Recoletos, gegenüber der Biblioteca Nacional, für die eine besondere Zugangserlaubnis als Wissenschaftler notwendig war, zeigte sich als ein über den Jugendstil hinaus altes, von verspielter Schönheit strotzendes Café, doch, wie so viele gediegene Örtlichkeiten in der spanischen Hauptstadt, war es ohne online Anschluss, so dass sich für Michael Welten, der sich aus dem Großstadtrummel in den Espejo als einen warmen und gemütlichen Ort geflüchtet hatte, das Arbeiten zwischen touristischen Gästen 
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Espejo

White House Tango 

Kommentar zu einer Tango Einlage anlässlich der ersten Ambassador Reception of US President Obama am July, 27, 2009, DG


Zum ersten Botschafter Empfang von US Präsident Barak Obamas und Gattin Michelle Obama im Weißen Haus, wurden vier Tango Pärchen engagiert, die dreimal im Laufe des Abends „spontan“, zur Musik einer Tango spielenden Militär-Kapelle, einen Tango auf dem Parkett dieses so politischen Hauses darboten. Dem Video im Dogma Stil ist nicht zu entnehmen, ob sie als Eintänzer für die Botschafter und Gesandten in der US amerikanischen Hauptstadt fungierten und 
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WHTango

Weiß, das Amerika

Lucerne Festival, 13. & 14.September 2009, DG

Der Sommer liegt in seinen letzten Zügen und mit ihm der See. Wolken, grau, fast Regen, erste Kälte, die die Hänge der Berge hinab kriecht durch Täler, in denen Nebelschwaden wallen. Am Ausgang der Seebucht eine kleine Stadt hinter hoher Mauer, die, unterbrochen von mittelalterlichen Türmen, uralte Gassen birgt, doch am Ufer prangt quadratisch ein postmoderner Bau, das Konzerthaus, ein Juwel, heraus geschwemmt aus der Alpenkette, glatt geschliffen, so dass sich das Sonnenlicht der Musik in ihm fängt. Mit dem Sommer neigt sich auch das hiesige Musikfestival zu seinem Ende. .... weiter

Haitink & CSO

Slow down

5. September 2009, Genf, DG, 3. UN Weltklima Konferenz, Eröffnung des High Level Segments

Nach dem an den Tagen zuvor das Fußvolk, sprich die globale Elite der Wissenschaft im Feld des Klimawandels und der Meteorologie auf der 3. Weltklima Konferenz tagte, sind die letzten beiden Tage dieser drittklassigen UNO Konferenz den Regierungschefs und ihren Delegationen, also dem sogenannten High Level Segment vorbehalten. High Level und normales Niveau, stellt eine typische Untergliederung der UNO auf ihren Konferenzen dar. Dem entsprechend war der große Saal des Genfer Kongress Zentrums ausschließlich den politischen Delegationsteilnehmern vorbehalten. In Nebensälen sollten die anderen Konferenzteilnehmer die Statements der Regierungschefs verfolgen.  .... weiter

Hurican

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G8 = ökonomischer Super Gau @ globaler Ökokollaps


Lucerne, 
July 2009, DG

Mit voller Besetzung saßen sie im Besprechungsraum der Redaktion, hinzu kam noch ein Kamerateam der Nachrichtenabteilung, bestehend aus der Fernsehmoderatorin Saantje van Borsow, Kameramann Joseph Lustinger und Jens Kranz als zweitem Kameramann, eigentlich ein Hiwi, der für Ton, Licht und Kabel zuständig war und dementsprechend auf die vorzeitige Pensionierung von Joseph hoffte.  .... weiter


Conference Room

Afrika! Afrika! Afrika!

3rd European Conference on African Studies, Leipzig, 4. - 7. Juni 2009, DG

Gerd Brandt schaute die Konferenzunterlagen durch, blätterte im Programm, verschaffte sich einen Überblick. Bei einem Namen aus Hannover, er hatte in Hannover studiert, stockte er. Von welchem Institut kam Susanne Heyn? An der hannöverschen Leibniz Universität gab es doch gar keine Afrikanistik. War sie eine Soziologin wie er? Bei wem hatte sie studiert? Das Programm gab keine Antwort. Dafür zeigte sich ein Erinnerungsbild seiner hannöverschen Studienjahre: Moderne Beton Verfügungsbauten, karge Seminarräume, einige junge Leute an Tischen, einem Referenten lauschend. Er hatte viele Seminare besucht. Vorbereitungen auf Wissenschaftskonferenzen hatte er nie erlebt. Auch in den Methodenseminaren ging es einzig um Fragen, wie wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen waren. Eine Vorbereitung auf den Wissenschaftsbetrieb wurde damals nicht geleistet. Wahrscheinlich gehörte das in den gehobenen Bereich der Doktoranden Ausbildung. .... weiter


ECAS Logo

Berliner Bundesversammlung

Luzern, im Mai 2009, DG


Redaktionssitzung von Welten online, Anwesende: Urs Stoffolsky, Chefredakteur, die Journalisten Gerd Brandt,
Sabrina Moserbacher, Ulrich Hartmann und die Neue, die Volontärin Julia Finger. Auf dem runden Tisch Mappen, Kaffeetassen, Ellenbogen, Hände, Stifte, Notizblöcke. Von einem separaten Tischlein leuchtet der Videoprojektor ins abgedunkelte Sitzungszimmer. Es sind die Recherchen von Ulrich Hartmann, der mit einer PowerPointPräsentation einen Vortrag über die anstehende Bundesversammlung in Berlin hält. „Nun“, meinte er, „es scheinen nicht die NPD´ler zu sein, die entscheiden, wer neuer Bundespräsident wird, sondern vor allem die Freien Wähler aus Bayern und die stellen sich hinter Köhler.  .... weiter







sonnenklar!

Der UNO Flop

UN Durban Review Conference, Genève, 20. - 24. April 2009, DG

Urs Stoffolsky, Chefredakteur von Welten online, bat Sabrina Moserbacher per Email um 9 Uhr in sein Büro zu kommen. Sie war gespannt, was es geben würde. Es hieß, die Liechtensteinsche Stiftung, über die ihre Zeitung „Welten online“ finanziert wurde, habe wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise ihr Jahresbudget reduziert. Würde sie entlassen? Würde sie ihren Job, wie so viele andere Kollegen, verlieren, weil Blogger und non-commercial media die Werbeaufträge wegschnappten und nun die Krise in rasanten Schritten ihr übriges tat? Millionen standen schon auf der Straße, waren ohne Job, Einkommen und Aussicht auf Besserung? Wir haben Glück gehabt, meinte Urs, sie lassen uns leben. Im Hintergrund unserer Geldgeber stehen ein paar Ölscheichs aus Quatar. Sie pumpen ihr Geld in unsere Projekte hinein. Ihnen liegt etwas daran, dass es weiter geht. Ich möchte, dass du das weißt für deinen nächsten Auftrag: Durban II, Genf, eine UNO Konferenz gegen Anti-Rassismus, rassistische Benachteiligung und Fremdenfeindlichkeit. Urs machte eine Pause, guckte sie an: Dein Budget besteht aus 200 Schweizer Franken, meinte er trocken. Über dein Erfolgshonorar unterhalten wir uns später. Tschüss!  .... weiter

SlideShow : Der UNO Flop


Video: Tumult in der UNO



Durban II Peruaner

Von Gipfeli zu Gipfeli

Vom Londoner G20 Finanzgipfel über den Strassburger NATO Gipfel zum Prager EU Gipfel - Überlegungen zur global politischen Situation in der Finanz- und Wirtschaftskrise, Strasbourg, 3. - 4. April 2009, DG

Im nach hinein, wenn die Rauchschwaden sich lichten und das Getümmel der Ereignisse verebbt, zeigt sich, dass die Ameisen, die einen Elefanten beschreiben, in diesem Fall sich selber als Mitglieder eines Ameisenvolks erkennen, das die Form eines Elefanten annahm. Der deutsche, der französische, der US amerikanische Journalist kommen zu solch politischen Gipfeltreffen, wie sie anlässlich der ersten Europareise des US Präsidenten Barak Obama abgehalten wurden, aus ihrem jeweiligen Sprach- und Kulturraum. Sie sind vorgeprägt in ihrem Denken: die heimischen Medien generieren eine Weltsicht, deren Fokus auf die Wahrnehmung ihrer Leser zugeschnitten ist. Schon die vorherige Aussage, es habe sich um Gipfeltreffen anlässlich der ersten Europareise des US Präsidenten gehandelt, ist strittig. Solch Events sind von langer Hand vorbereitet, was nicht ausschließt, dass es eine übergeordnete Planung gegeben haben mochte, drei Politevents von globaler Bedeutung mit dem Antrittsbesuch des US Präsidenten zu verbinden.  .... weiter

Kommentierte SlideShow mit medialen Eindrücken vom NATO Gipfel .... weiter

Die NATO und das Erdbeben von L´Aquila

Strasbourg/ Lucerne, im April, SM

Das Erdbeben von L´Aquila, in den italischen Abruzzen, nicht weit von Rom, hatte seine Vorankündigungen, wenn nicht gar seine Drahtzieher. Welten online stellt die Hypothese auf, es handelt sich um ein artifiziell verursachtes Erdbeben. .... weiter


ObamaBrownSarkozy





.... und sie lernten sprechen


 

Von Avataren und virtuellen Welten im Arbeitsleben

im Dezember 2008, DG

Das die Informationstechnologien seit den 80er Jahren des
vorigen Jahrhunderts das Arbeitsleben revolutionierten, steht außer Frage: In keinem Arbeitsbereich, sei es das Büro oder in der Produktion, im Hospital oder im Kaufhaus, ist der Computer wegzudenken. Die technologische Entwicklung, die vom ersten Telegraphenmasten über das Telefon, die Schallplatte, das Radio, das Fernsehen, den Personal Computer, das Handy und zu guter letzt bis hin zum globalisierenden Internet reicht, zeichnet sich durch die Übertragung von alten Verfahrensweisen in die Computertechnologie aus. .... weiter


SecondLifeConference
 



Das Treffen von Rapperswil


Rapperswil, 25. November 2008, DG

Alle Jahre wieder zum Dreiertreffen der Präsidenten der Bodenseestaaten. Der Ehrengast Liechtenstein steht in diesem Jahr angesichts des spannungsgeladenen Verhältnisses mit Deutschland im besonderen Rampenlicht. Sein Erbprinz als Regierungschef kann sicher sein, als Sperrspitze des Schweizer Kapitals fungieren zu können, mithin zum Büttel der eidgenössischen Steuer-, Banken- und Fluchtgeldinteressen gemacht zu werden. ....weiter



Bundespräsidenten09

Der große Kater


 

Eindrücke vom Filmset im Casino Interlaken für den Kinofilm „Der große Kater“ mit Bruno Ganz, nach einem Roman von Thomas Hürlimann, Regie: Wolfgang Panzer, 6. – 8. September 2008, DG

Es ist Samstagnacht, kurz vor 0 Uhr. Die gut 100 Statisten wurden aus dem Festsaal, in dem das Frack Diner für den spanischen Monarchen und seine Gattin abgehalten wird, hinauf in die Essenspause entlassen, Würstchen mit Kartoffelsalat. Im Festsaal des Filmsets stellen sich ähnliche Effekte wie beim Psychodrama ein: Einerseits wissen die Statisten, in welcher Spielrealität sie sich befinden, andererseits in welche Lebensrolle sie in der Wirklichkeit innehaben. Soll heißen die Filmaufnahmen, das Set, der Dreh, lassen die Wirklichkeit mit ihren Rollen, die sie spielen, zerfließen. Ausstaffiert und ins rechte Licht gerückt, hier noch pomadisiert und dort noch zurecht gezupft, erscheint die einfachste Hausfrau als wunderschöne Fee und der arbeitslose Endvierziger als nobler Edelmann einer vergangenen Epoche, die sich in den oberen Etagen unserer Gesellschaft am Leben erhalten hat, zumeist von der Bevölkerung unbemerkt und dann wieder in märchenhafte Ferne entrückt, wenn Bilder von solch Gesellschaftsereignissen in der Boulevardpresse abgelichtet erscheinen oder   ...weiter

GrosserKater


Games Convention




Leipzig, 20. – 24. August 2008, SM

Die Leipziger Games Convention 2008 verspricht ein Megaevent der Freizeit-, der Spaß-, der Konsum- und Vergnügungsgesellschaft zu sein. Wir, von der Redaktion Welten online, entschlossen uns, unseren Second Life Avatar, Ajan Burnstein, als unseren Dogma Journalisten zur wohl größten Messe für Videospiele in Europa zu schicken und erhielten folgenden Bericht samt Fotos und Filmaufnahmen.

Zur Erläuterung: Ein Avatar bezeichnet in der Welt der digitalen Videospiele eine künstliche Person, die, grafisch dargestellt, verschiedene Attribute und Qualitäten aufweist. Die Gamer schlüpfen in solche, auf dem Bildschirm erscheinende Gestalten. In der virtuellen Welt des Videospieles verkörpern sie eine Selbstrepräsentanz:
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Aion Girl


Genève Talks


 

Genf, Hôtel de Ville, 19. July 2008, DG

Es mutet seltsam an, dass gerade die Iraner im Rahmen der Genfer Non-Profilationsgespräche Sympathien gewinnen. Liegt es daran, dass sie als New Comer das globale Regime der Atommächte auf den Kopf stellen? Oder daran, dass sie den globalen Hegemonialanspruch der USA in Frage stellen und zwar zu einem Zeitpunkt, der sich mit dem Niedergang des US-Dollars als Weltwährung, der Subprime Crisis, dem US-Republikanischen Scheitern der Militärs im Irak und dem Ende des American Way of Life, angesichts von Öko-Katastrophe und exorbitanten Öl-Preisen, überschneidet? weiter

 

Solana

 

Wolkenschieber

Hannover, Freitag, 13. Juni 2008, DG

Erst Kopfschmerzen, dann Schwindelgefühle, zunehmender Druck im Kopf, Übelkeit, Erbrechen, Einlieferung ins Krankenhaus, Diagnose: Bösartiger Hirntumor oberhalb des linken Ohres. Die Mutter erzählte es dem Sohn am Telefon während des Fußballspiels. Er ist schockiert, lässt den Fernseher samt Ball, Bier und Freund im Wohnzimmer stehen. Der Klang der Stimme von: Ich muss dir was sagen … den kannte er seit die Oma starb. weiter

 

 


Art│39│Basel


 

Basel, 4 – 8 Juni 2008, UH

Sabrina, die einiges auf sich hielt, was Weltläufigkeit, Allgemeinbildung und Geschmack betraf, musste scharf überlegen, als Urs Stoffolsky, unser Redaktionsleiter, sie bat, zur Art Basel zu fahren. Sie übersetzte blitzschnell Art mit Kunst und schloss, es müsse sich um diese Kunstmesse für die Superreichen handeln. Alljährlich fand da unten in der Schweiz, in Basel, eine Kunstmesse statt, auf der sich die Crème de la Crème der internationalen Kunstszene traf. Die bildende Kunst: Skulpturen, Gemälde, Fotografie, Installationen, Videos, stellte für sie einen Bereich dar, der peripher durch gelegentliche Museumsbesuche, Vorträge und Einladungen zu Vernissagen an ihrem Lebenshorizont auftauchte, ohne jedoch tiefere Spuren bei ihr zu hinterlassen. In ein Museum zu gehen, empfand sie meist binnen kurzer Zeit anstrengend: ein kurzer Blick auf die Bilder – wahrnehmen, erkennen und nachspüren, um sich dann ab und dem nächsten Bild zuzuwenden – degradierte sie zu einem Kunstmassen konsumierenden Wesen, das schnell Bauchweh wegen Überfüllung bekam.  .....weiter

  Arabische Postmoderne


Der Revolver in der Schublade



Zu Dan Dinners Vortrag über die Entwicklungen historischer Konstellationen wie Europa – Russland – Amerika,
Uni Zürich, SIAF, 5. Juni 2008, UH


Geht es um eine politische Einordnung von Dan? Oder vielmehr darum, die durch ihn nahe gebrachten Schlüsse zu ziehen, wenn er sich als Historiker über die zukünftige Entwicklung der Konstellation Europa – Russland – Amerika in einem Vortrag im Churchill Saal der Uni Züri ausbreitete?  ....  weiter


Soldatenhelm


Berner Stelldichein


 

Bern, 29. April 2008, UH

Geküsst und erwacht aus dem Dornröschen Schlaf, so erscheint es, wenn in Europas autonomer Provinz Schweiz an einem Tag der Besuch des UNO Generalsekretärs Ban Ki-moon, die Staatsvisite der deutschen Kanzlerin Angela Merkel als auch die Eröffnungs-Pressekonferenz des World Jewish Congress durch Ronald S. Lauder in der Hauptstadt Bern abgehalten werden. Es sind von einander unabhängige Events, wie sie in den europäischen Kapitalen Paris, London, Berlin Gang und Gäbe sind. Der Schweiz wäre durchaus zu wünschen, dass ihre Attraktivität als ein Platz zunähme, der im globalen und europäischen Gerangel der Konkurrenz um Aufmerksamkeit, Macht und Interessenbeeinflussung Bedeutung hat. ....  weiter

 
Krone



Credit Suisse Generalversammlung 2008



Zürich, 25. April 2008, DG

Die Finanzkrise des US Hypothekenmarktes verdrängte fast gänzlich die im Vorjahr heiß diskutierte Frage der überzogenen Managergehälter. Es fragt sich, ob die Verlustvorträge der CS im Jahr 2007 auf das Jahr 2008 verschoben wurden, um die Gehälter für 2007 sicher zu stellen. Die Redner der Aktionäre erweisen sich als ein überschaubarer Kreis. Auch der angeschlagene Ton zeigt sich monoton gleichförmig: unübertreffbarer Negativismus und Vorwurf. Selbst wenn die Akteure, auf der einen Seite die des Managements und auf der anderen die der Aktionäre, sich nichts schenken, so zeigt sich ein Gesamtbild, in dem sich ein Zusammenspiel ergibt, das die Einheit von Geschäftsleitung und Aktionären als Kapitalseite mit ihren jeweiligen Gewinninteressen offen legt.
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CEO Dougan

Zaitensprung

 

 
22. Mai 2008, Luzern, UH

Es war wieder ein Tiefschlag für Michael Weltens Selbstwertgefühl. Zur Debatte stand, dass er sich nicht mehr auf sich selbst verlassen konnte. Er machte Fehler, zu viele für seinen Geschmack. Es waren Flüchtigkeitsfehler, resultierend aus mangelnder Aufmerksamkeit und oberflächlicher, unkonzentrierter Betrachtung der Dinge. Sie summierten sich auf und produzierten im Zusammenspiel mit der ihn umgebenden Technik Handlungsabläufe, die, offensichtlich eigenständig, nicht mit den von ihm beabsichtigten Handlungsabläufen zusammen liefen. Zum Beispiel gestern, bevor er zur ZaZen Meditation ging, die Handy Geschichte: Es lag auf dem Teppich vor dem Sofa, während er sich die Clinton-Obama Debatte um Pennsylvania im US Wahlkampf 2008 im Internet ansah.  ...  weiter

 


ObamaHClinton

 


Couchsurfing mit Eve



Ein Erfahrungsbericht von Sabrina Moserbacher,
Berlin, 31. März 2008

 
Micha fuhr per Mitfahrgelegenheit nach Berlin, um dort per Couchsurfing seinen Dingen in der Metropole nachzugehen. Seine Dinge? Sie bestehen aus Politik und, wie sollte es anders sein, aus: Tantra, Tanzen und Schreiben. Natürlich passte Sabrina überhaupt nicht, dass er sich verdünnisierte. Sie wollte mit ihm wohnen, wollte mit ihm ihr Leben teilen und was machte er? Er löste sich in Luft auf, verschwand und ließ sie allein zurück  ....  weiter
 
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Gargantua


 

Daumier im Kunsthaus Zürich, im Februar 2008,  SM

Für 6 Monate sperrten sie ihn wegen Majestätsbeleidigung ein. 1832, Paris.  Es war das Zeitalter der ersten Massenmedien: Zeitschriften, die mittels lithographischer Drucke satirische Bilder unters Volk brachten, die sogar dem hohen Anteil von Analphabeten verständlich vor Augen führten, was im Staat vor sich ging. 
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Gargantua

 

 

 

Das Meersburger Treffen

Meersburg, 6. November 2006, Sabrina Moserbacher

Warum, hatte ihn Doris gefragt, warum führst du zu diesem Präsidententreffen ? Sie saßen in der Küche beim Abendbrot. Ein paar Minuten später würde sie aufstehen und zum Nachtdienst gehen. Michael schwieg. Sie lebten im Windschatten der großen Politik, ja, eigentlich im Abseits. Ihr Leben hatte rein gar nichts mit Wahlen, Gesetzen, Parlamentsmehrheiten und Kriegen zu tun. Wenn sich also zur alljährlichen BodenseePräsidialKonferenz, kurz BPK, die Präsidenten der Anrainerstaaten Schweiz, Österreich und Deutschland, neuerdings auch Lichtenstein, trafen, wobei es letzterem als Fürstentum offensichtlich darum ging sich, wie Bolivien, einen Zugang zum Meer zu erhandeln, so lag das weit außerhalb ihrer Lebensalltäglichkeit. .... weiter

 

 

 Meersburg

 

 

Segelyacht zu verkaufen

Vierwaldstättersee, 28. September 2006, SM

Das Boot steht auf dem Stellplatz herum, vergammelt und nimmt Platz ein. Die Eigner, Herr und Frau Brügel, wollen nicht mehr, können nicht mehr, wobei Gesundheit und Finanzen zusammenspielen. Die Kinder wollen oder können gleichfalls nicht. Der Stellplatz kostet. Die Yacht, dieses treue Stück, muss weg. Es bedeutet Trennungsschmerz. Erinnerungen sind mit dem Kajütboot, für fünf Personen, also die ganze Familie, verbunden : Segelregatten übers Wochenende, Sommerurlaube, Entspannung nach Feierabend, die Ruhe, draußen in der Natur auf dem Wasser. .... weiter
 

Vierwaldstätterse

 

 

Kain Asyl

Wolfsberg, 25. September 2006, DG

 

Die Prügel, die er bezogen hatte, schien schon vergessen. Der Schmerz der Beulen, so lange er sie nicht berührte, war verflogen. In der Dunkelheit ein Blinder, wusste er nicht, wer oder was ihn geschlagen hatte und eigentlich auch nicht warum. Es tat nur weh. Er hätte nicht hingehen sollen. Wie eine Mücke das Licht anzieht, konnte er nicht anders. Droben in den Bergen, in der Einsamkeit der Landschaft, gab es diese Probleme nicht. .... weiter

 

Birnengang



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