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Ein Ehrentag fürs Grundgesetz

Berlin Schloß Bellevue, April 23, 2026

Ein Ehrentag fürs
            GrundgesetzDie letzte Pressekonferenz von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier im Schloss Bellevue vor der rund eine Milliarde kostenden Sanierung des bundespräsidialen Amtssitzes befasste sich mit einem weiteren Vermächtnis des nach zwei Amtszeiten scheidenden Bundespräsidenten: Die Einführung eines Ehrentages für das Grundgesetz, der als Mitmachtag auch die obligatorische Freistellung von sonstigen Arbeitsverpflichtungen bringen soll.

Die Versuche im Amt doch noch sozialdemokratische Politiken nachhaltig in der bundesrepublikanischen Gesellschaft zu verankern wird sich am Umgang mit Steinmeiers Hinterlassenschaft durch die durch die Bundesversammlung zum neuen Bundespräsidenten gewählte Persönlichkeit zeigen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden in den diesbezüglichen Diskussionen über Steinmeiers Nachfolge Frauen favorisiert. Ob sich dabei das konservative Lager mit dem rechtsradikalen bis deutsch-nationalen Lager zusammen tut oder aber, ob es zu einer alternativen Lösung gemäß den ursprünglichen Absprachen und Kräfteverhältnissen kommt, ist sicherlich nicht nur eine Sache der Rot gefärbten Kräfte, die dafür gewiss einer bayrischen Enthaltung, wenn nicht Zustimmung der katholischen und nicht zuletzt Vatikan treuen Liga bedürfen.
Wenn in Leipzig die Nachfolge des langjährigen SPD Oberbürgermeisters Jung von dem Eindruck geprägt erscheint, es gebe niemand anderen als die allseits beliebte Kulturdezernentin der Linken, die dieses Amt übernehmen könnte, dann hat dies vor allem mit ihrer Fähigkeit zu tun, ihr Amt für öffentliche Auftritte nutzen zu können. Bezüglich der Nachfolge im Bundespräsidialamt scheint hingegen die CDU ihre massen-mediale Durchsetzungskraft zu Gunsten ihrer in Frage kommenden Kandidatinnen nutzen zu können.
Ob nun bei der UNO oder in Frankreich, in Deutschland und wohl auch in Brüssel stehen altersbedingte Personalwechsel an. Sie alle sind geprägt vom Zusammenspiel sowohl der gesellschaftlichen und politischen Kräfte als auch den persönlichen Fähigkeiten der Kandidat/innen diese zu nutzen.

Ähnliches gilt auch für Steinmeiers staatsmännische Brillianz, eine milliardenschwere Hinterlassenschaft seiner politischen Karriere nun mehr mit der Initiative zur Einführung eines zum Feiertag ausbaubaren Ehrentages für das Grundgesetz zu krönen. Einmal aufs politische Tableau gehoben, schreibt sich eine solche Initiative eines europäischen Gliedstaates nicht nur im kollektiven Gedächtnis fest. Aus den politischen Geschichtsbüchern ist auch die Politik-Initiative seines vormaligen Kanzlerchefs Gerhard Schröder zum Beispiel in Bezug auf die Neufassung der Europäischen Verfassung nicht auszuradieren und damit die Forderung nach Stärkung der Rechte des europäischen Parlaments.
Es soll nun ein Ehrentag werden und dieser soll seinen Vorstellungen nach als ein gemeinschaftsfördernder Mitmachtag begangen werden. Also nicht wie am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, nach der Demo zum Grillen in den Schrebergarten, wenn denn überhaupt Demo und nicht nur einfach frei, sondern im Verein, in den einladenden Institutionen, Gruppen und Gemeinschaften soll mit angepackt und gefeiert werden. Im Video anbei ist zu sehen wie sich die gesellschaftlichen Vorbilder, an der Spitze der Bundespräsident, das vorstellen: In der Schlossküche packen sie für fünf Minuten die vom Küchenpersonal bereitgestellten Gaben für die Armen in Tüten, danach gingen sie anno dazumal als der Preußenkönig noch regierte in der Orangerie von Schloss Charlottenburg essen.
Hipp-Hipp! Hurra!, es leben die Vorbilder.


Der Bundespräsident: Der Ehrentag

Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt


Der Gesamtmitschnitt der Pressekonferenz




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